Geschichte
Das Mittelalter in Europa - Überblick
MittelalterFrühmittelalter

Binnenperiodisierung
Als Mittelalter wird die auf die Antike folgende und der Neuzeit vorangehende geschichtliche Epoche bezeichnet. Es wird davon ausgegangen, dass das Mittelalter mit der Völkerwanderung (3.-5. Jh.) beginnt und um 1500 mit der Reformation endet. Die Völkerwanderung umreißt dabei speziell die Zeit zwischen 376 und 568, dem Hunnenansturm und der Eroberung Italiens durch die Langobarden.
Innerhalb des Mittelalters wird eine Binnenperiodisierung vorgenommen. So unterscheidet man:

Wann das Mittelalter beginnt und endet, ist umstritten. Die Geschichtswissenschaftler haben ihre Diskussion darüber bislang nicht abgeschlossen. Klassische Zäsuren für den Beginn aus der Sicht des europäischen Mittelalters sind

Für das Ende des Mittelalters werden

angeführt.

Das Frühmittelalter (Bild 2) ist gekennzeichnet durch die Herausbildung feudaler Herrschaftsstrukturen. Dazu gehören

Das Hochmittelalter ist aus deutscher Sicht durch die Herausbildung eines deutschen Staatswesens gekennzeichnet. Neuere Forschung sieht den Beginn des Hochmittelalters mit den entscheidenden gesellschaftlichen Wandlungen seit dem 11. Jh. an:

Im Spätmittelalter machte sich eine allgemeine Krisenstimmung breit. Pestepidemien (besonders in den Jahren 1347-1351, 1361/62, 1371, 1385 und 1457/58), Missernten und Hungersnöte führten zu weiteren gesellschaftlichen Veränderungen. Durch

Krankheit wurde als Strafe Gottes für begangene Sünden verstanden. Es kam zu extremen Bußhaltungen: Flagellanten- (= Selbstgeißler)gruppen zogen durch die Lande und riefen zu erhöhter Bußfertigkeit auf. Insgesamt kam es zu einer

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