
Die NS-Rassenideologie
Das Programm
der Nazipartei, der NSDAP, war von der Rassenideologie
des Nationalsozialismus geprägt und trug von Anbeginn an antisemitischen
Charakter.
Die menschenverachtendste Begründung dieser Ideologie,
die die Überlegenheit der arischen (deutschen) Rasse gegenüber minderwertigen
Rassen, vor allem den Juden, betont, hatte
HITLER im Buch "Mein Kampf" geliefert.
Nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit
zu einer bestimmten "Rasse" sollten also die Juden alles Schlechte,
Böse, Abartige, das Satanische schlechthin, verkörpern. Dabei hatte
es eine tausendjährige europäische Tradition der Judenverfolgung HITLER leicht gemacht, sie in diese
Rolle zu zwängen.
Gestützt auf dieses ideologische "Rüstzeug",
begann unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten die Judenverfolgung auch in Deutschland.
Die Judenverfolgung
Schon wenige Wochen nach dem Ermächtigungsgesetz gingen die Nationalsozialisten öffentlich ihrem antisemitischen
Programm entsprechend gegen ihre jüdischen Mitbürger
vor:
Das fing an mit dem von GOEBBELS am 1. April 1933 organisierten Boykott
jüdischer Geschäfte, Banken, Rechtsanwälte und Ärzte.
In den Folgejahren steigerte sich das bis zu den Ausschreitungen in der
"Reichskristallnacht"
vom 9./10. November 1938. In dieser Nacht gingen überall in Deutschland
jüdische Gotteshäuser, Synagogen, in Flammen auf und wurden
30 000 jüdische Männer in Konzentrationslager eingewiesen.
Darüber hinaus
erfolgte die immer stärkere rechtliche
Ausgrenzung der Juden aus der Gesellschaft durch von der NS-Regierung erlassene
spezielle Gesetze. Ein Gesetz schloss Juden aus dem Staatsdienst aus, ein anderes,
das "Wehrgesetz", verbot Juden den "Ehrendienst am deutschen Volk".
Den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Diskriminierung jüdischer
Menschen jedoch mit den Nürnberger Gesetzen.
Die Nürnberger Gesetze
Beide
berüchtigten Nürnberger
Gesetze, das "Reichsbürgergesetz" und das "Gesetz zum
Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" wurden am 15. September
1935 auf dem Reichsparteitag in Nürnberg erlassen: