
Bereits auf der Konferenz von Casablanca vom Januar 1943 beschlossen General CHARLES DE GAULLE, General HENRI GIRAUD, der britische Premierminister WINSTON CHURCHILL und der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika FRANKLIN D. ROOSEVELT:
"Kein Friedensschluss mit dem nationalsozialistischen Regime und bedingungslose Kapitulation der Achsenmächte".
ROOSEVELTS Ziel war
"zuallererst die 'Ausschaltung der deutschen, japanischen und italienischen Kriegsmacht, der Verkörperung der imperialistischen Weltanschauung dieser Länder'" (Protokoll der Konferenz).
Dieser Forderung des amerikanischen Präsidenten schloss sich später
auch der sowjetische Staats- und Parteichef JOSSIF WISSARJONOWITCH STALIN
an. Auf der Konferenz
von Teheran (18. Oktober bis 1. Dezember 1943) wurde die Nachkriegsordnung
beschlossen. Danach sollte Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt werden.
Die deutschen Ostgebiete sollten an die Sowjetunion und Polen fallen.
Deutsche Ostgrenze wurde die Oder-Neiße-Linie.
Die Konferenz von Jalta (4. bis 11. Februar 1945) konkretisierte die Aufteilungspläne der
Alliierten. Frankreich sollte Mitglied des Alliierten Kontrollrats für
Deutschland werden.Im September 1944 erreichten die Alliierten USA und Großbritannien
die Reichsgrenze. Der Vormarsch der alliierten Armeen war im Januar 1945
nicht mehr aufzuhalten. Am 12. Januar begann südlich von Warschau
die Winteroffensive der Roten Armee gegen die deutschen Truppen. Am 14.
März versuchte der Reichsaußenminister JOACHIM VON RIBBENTROP
zwar noch, Verhandlungen mit den Westmächten über einen Separatfrieden
einzuleiten, seine Bemühungen waren jedoch vergebens. Am 30. März
eroberte die Rote Armee Danzig. Der 16. April 1945 sah die letzte große
Offensive der Roten Armee vor den Seelower Höhen vor. Auf deutscher
Seite kämpften Soldaten der 9. Armee unter General BUSSE, die 4. Panzerarmee
der Wehrmacht, das 11. SS- Panzerkorps, das 5. SS-Gebirgskorps, das
26. Panzercorps, Volkssturmmänner und Hitlerjungen. Ihnen stand die
Heeresgruppe der 1. Belorussischen Front gegenüber. In verlustreichen
Kämpfen stürmten sie die Seelower Höhen. Damit war der
Weg frei zur Eroberung Berlins. Dann, am 21.
April, erreichte die Rote Armee Berlin. Neun Tagte später,
am Nachmittag des 30. April 1945, beging ADOLF HITLER im Führerbunker
Selbstmord. Da befand sich die Rote Armee schon im Berliner Stadtzentrum.
HITLER hatte den Großadmiral DÖNITZ in seinem politischen Testament
zum Nachfolger bestimmt. Am 2. Mai kapitulierte Berlin. Weitere Teilkapitulationen
folgten am 4. Mai in Süd- und Nordwestdeutschland. Generaloberst
ALFRED JODL versuchte, bei
den Kapitulationsverhandlungen im amerikanischen Hauptquartier in Reims
am 7. Mai 1945 einen separaten Friedensvertrag mit den Westalliierten
durchzusetzen.
General DWIGHT D. EISENHOWER bestand auf einer sofortigen Gesamtkapitulation. Am selben Tag unterzeichnete JODL im Namen des deutschen Oberkommandos die Gesamtkapitulation aller Streitkräfte. In Anwesenheit Marschall SHUKOWS wurde die Kapitulationsurkunde für alle Wehrmachtsteile vom Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall KEITEL, kurz nach null Uhr in der Nacht zum 9. Mai unterzeichnet (Text 1). Auf dem Gelände der ehemaligen sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) in Berlin-Karlshorst befindet sich das einzige deutsch-russische Kapitulationsmuseum. Am 23. Mai 1945 verhafteten britische Truppen Großadmiral DÖNITZ und seine "Geschäftsführende Reichsregierung" unter Graf SCHWERIN VON KROSIGK in Flensburg. Damit war jede deutsche Zentralgewalt beendet.
Die Regierungen des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und die Provisorische Regierung der Französischen Republik übernahmen am 5. Juni 1945 die oberste Regierungsgewalt in Deutschland (Text 2). Das Dokument wurde von
unterzeichnet.