König
SAUL holt David an seinen Hof
DAVID (hebr. der Geliebte) wurde 1034
v. Chr. als achter und jüngster Sohn ISAIS aus dem Stamm Juda in Bethlehem
geboren. Er starb 971 v. Chr. in Jerusalem.
Er war zunächst Hirte, dann Leiter einer Art Freischärlertruppe,
was ihm die Aufmerksamkeit und Rivalität von König SAUL als Vertreter
der traditionellen Ordnungsmacht in Israel
einbrachte.
König SAUL holte DAVID
als Waffenträger an seinen Hof,
beauftragte ihn mit gefährlichen militärischen Missionen. Israel
steht im Kampf mit den Philistern und wird von dem gewaltigen Goliath
verhöhnt. DAVID bewährte sich in den Kämpfen mit den Philister.
Er trifft Goliath mit seiner Steinschleuder
tödlich und köpft ihn daraufhin mit dessen Schwert. Der Kriegsheld
wird nach mehreren erfolgreichen Teilnahmen an Feldzügen zum Anführer
der Krieger SAULS. Durch die Verheiratung mit seiner Tochter versuchte er
ihn in sein Herrschaftssystem einzubinden. DAVID führte ein unstetes
Leben als Söldnerführer
auf dem judäischen Gebirge. Zuletzt lebte er eineinhalb Jahre im Philisterland
in der Stadt Ziklag und diente dem König ACHIS zu Gath.
DAVID, der König über ganz
Israel
Im Alter von 30 Jahren (1004 v. Chr.) zog DAVID nach Hebron zurück.
Dort ließ er sich von den "Männern Judas", also den
Ältesten der Umgebung zum König
"salben" (wählen).
Mit dem übrigen Israel (nördliches Gebiet), dessen König
JS-BOSETH war ( Sohn des König SAUL) führte er Krieg. Nach einem
Friedensabschluss und
der Ermordung des Königs SAUL wird DAVID zum Herrscher über
das ganze Volk Israel. Er ist zu diesem Zeitpunkt 37 Jahre alt.
DAVID besiegte die Philister nun endgültig
und eroberte Jerusalem.
Die Stadt wurde zum neuen Regierungssitz. Er wohnte in der Burg Zion.
1002 v. Chr. veranlasste er die Überführung der Bundeslade
nach Jerusalem auf den Berg Zion. Dadurch wurde Jerusalem zum religiösen
Mittelpunkt.
Unter DAVIDS Regierungszeit wurde das Land nach siegreichen Kämpfen
gegen Moabiter, Ammoniter und Edomiter vergrößert und kam zu
wirtschaftlicher Blüte.
DAVIDS Herrschaft
In seinem Privatleben und seinen Herrschaftsmethoden
schreckte DAVID nicht vor Mord und Ehebruch zurück. Die Geschichte
von der ehebrecherischen Beziehung zu BATHSEBA und dem Mord an ihrem Mann
URIA ist bekannt. Den Aufstand einer Rebellentruppe
unter Leitung seines Sohnes ABSALON ließ er blutig niederschlagen,
sein Sohn wurde getötet. DAVID trauert um seinen Sohn ABSALON und
kehrt nach Jerusalem zurück.
Später streiten Israel und Juda über die Nachfolge DAVIDS. Der
Aufrührer SEBA wird kurzfristig zum neuen Führer über Israel,
dann jedoch ermordet. DAVID ist erneut als König über ganz Israel
anerkannt. Er versöhnt sich nach verschiedenen Streitigkeiten wieder
mit dem Haus SAULS.
DAVID bekommt von verschiedenen Frauen insgesamt sechs Söhne.
Die Söhne kämpften um die Nachfolge bis schließlich David
seinen Sohn SALOMO,
der Sohn aus dem Liebesverhältnis DAVIDS mit BATHSEBA, zum Nachfolger
bestimmte.
DAVID stirbt wahrscheinlich im Jahr 971 in Jerusalem.
Das Königreich DAVIDS
Das Reich Israel war ein zwei
Menschenalter dauerndes Großreich "vom Strom bis an den Bach
von Ägypten", wie es Israel später nie wieder erreicht
hat. Die von DAVID geschaffene Stellung Jerusalems
(Überführung der Bundeslade) und die sich aus der Königsideologie
entwickelnden messianischen Hoffnungen haben die israelitische
Region stark beeinflusst (Messias). Als israelischer König
umfasste seine Regierungszeit etwa
1004/03 bis 965/964 v. Chr..
Darstellung DAVIDS in der Kunst
Das Bild des Sängers und Harfenspielers
DAVID wurde von der karolingischen Kunst und in ihrer Nachfolge von den
späteren Psalterien aufgenommen.
Als Vorfahr CHRISTI erscheint DAVID oft gekrönt, im Zusammenhang
mit der Wurzel Jesse auch in der Kathedralplastik oder in den Prophetenreihen
(Glasfenster des Augsburger Domes, um 1100). Besondere Bedeutung erhielt
DAVID als Sieger über GOLIATH für das Florentiner Bürgertum
der Renaissance als Sinnbild politischer
Unabhängigkeit (DONATELLO, VEROCCHIO,
v.a. MICHELANGELO).
REMBRANDT stellte mehrmals den vor SAUL Harfe spielenden DAVID dar.