




Lebensweise
im Altsteinzeitalter
Durch Fundstellen in Chou-Kou-Tien
bei Peking (Bejing) in China, Dmanisis in Georgien, Cro-Magnon in Frankreich,
Mauer bei Heidelberg in Deutschland und andere konnte die Lebensweise der
Menschen nachgezeichnet werden. Die Menschen lebten in einer höhlenreichen
Landschaft, kannten das Feuer und gingen
auf Großwildjagd. Wesentlich für
die Nahrungsbeschaffung war das Sammeln von Früchten, Wurzeln und Kleingetier. Die Menschen lebten in kleinen
Gruppen zusammen.
Die erste Gemeinschaftsform arbeitender
Menschen war die Horde. In mehreren
Hundertausend Jahren vermochten die Menschen nur langsam ihre Lebensweise
zu verändern. Mehrfach veränderten sich Klima und Landschaften
in Folge von Eiszeiten, Regenzeiten, großen Wärmeperioden.
Funde beweisen, dass die Menschen den Arbeitsgeräten aus Stein eine zweckbestimmte Form gegeben hatten. Das prägende Werkzeug
wurde der Faustkeil. Alle vorkommenden
Arbeiten wie Schaben, Kratzen, Schlagen Bohren konnten mit ihm ausgeführt
werden. Die dabei gemachten Erfahrungen führten zur Schaffung von Spezialwerkzeugen.
Es entstanden Bohrer, Kratzer, Stichel und Schaber.
Im Zusammenhang mit der Verbesserung der Arbeit und der Lebensweise veränderte
sich auch das Aussehen der Menschen. Eine dieser Formen war der Neandertaler.
Dieser Neandertalmensch lebte in Asien, Afrika und Europa. Rastplätze
wurden in Deutschland, z. B. im Leinetal bei Hannover und in Ehringsdorf
bei Weimar gefunden. Sie lebten unter überhängenden Felsen, in
Höhlen und hatten sich aus Zweigen und Blattwerk einfache Windschirme
erstellt.
Als Jagdwaffen
wurden Speerschleuder und Harpune entwickelt. Am Ende
der Eiszeit war die Erfindung von Pfeil
und Bogen eine bedeutende Errungenschaft für die Verbesserung der
Jagdmethoden. In zunehmendem Maße konnte der Jagderfolg gesichert
und die Ernährungsgrundlage verbreitert werden. Die Jagdreviere konnten
eingeschränkt werden, so dass Rastplätze für längere Zeit an ergiebigen Jagdgründen bestehen blieben.
Ausgrabungen, z. B. in Deutschland, belegen das Vorhandensein dieser
Rastplätze mit langgestreckten Hüttenbauten,
Pfahlbauten, Feuerstellen.
Innerhalb der Sippengemeinschaften bildete sich
in Folge der immer komplizierter werdenden Arbeitsvorgänge eine einfache,
naturwüchsige Arbeitsteilung heraus. Diese Arbeitsteilung vollzog sich vor allem zwischen den Geschlechtern.
Die Tätigkeit des Mannes war insbesondere die Jagd, die der Frau das
Sammeln von Früchten, Wurzeln und Kleingetier, ihr oblag die Wartung
der Kinder und des Feuers sowie die Nahrungszubereitung.