tuwe taku ton kin he nakon qupi kta,SITTING BULL ( sein indianischer Name war TATANKA YOTANKA) wurde im Jahr 1831 am Grand River in South Dakota geboren. TATANKA war ein Ausdruck der Sioux-Indianer für "Büffel".
tuka tuwe taku ton xni kni he taku yukedan exta kipi kta.
(Wer etwas hat, dem wird auch etwas gegeben;
aber wer nichts hat, dem wird das, was er etwa hat, genommen - Tatanka Yotanka)
Seit dem Beginn des 17 Jahrhunderts wurden die Indianer in den Kampf der rivalisierenden Kolonialmächte verwickelt. Die Siedlungskolonisation der Briten, und später der Amerikaner, löste militärische Konflikte um Landnutzungsrechte aus und führte zu der Abdrängung der Indianer nach Westen und in Reservate.
Vertrag
von Laramie
Am 06.11.1868 schlossen die US-Regierung und die Sioux-Indianern
den Vertrag von Laramie ab,
in dem sich die beiden Parteien zum Frieden verpflichten.
"Die Regierung der Vereinigten Staaten wünscht Frieden, und hiermit ist ihre Ehre zum Pfand gesetzt, ihn zu halten."
In diesem Vertrag sicherten
die USA den Indianern Selbstbestimmung in einem
großen Reservat zu. Dieses Gebiet umfasste die heiligen Berge der Lakota,
die Black Hills sowie alles Land westlich
des Missouri im heutigen South Dakota und alles Land nördlich der Big Horn
Mountains in Wyoming. Im Gegensatz zu vielen anderen Häuptlingen unterschrieb
SITTING BULL diesen Vertrag nicht. Er zog gemeinsam mit CRAZY HORSE weiter durch
das Land ihrer Väter.
Bereits kurze Zeit nach Unterzeichnung des Vertrags
von Laramie brachen die Weißen ihr Versprechen. Sie fanden 1872 in den heiligen
Bergen der Indianer Gold, woraufhin Tausende Goldsucher
und Büffeljäger in die Black Hills strömten. SITTING BULL
organisierte den indianischen
Widerstand. Zunächst schlug die US-Regierung den Indianer vor, ihnen
die Black Hills abzukaufen. Die Sioux weigerten sich jedoch zu verkaufen und wurden
fortan als Feinde betrachtet.
Am 09.12.1875 erließ das amerikanische
Innenministerium eine Verordnung, die
alle außerhalb des Reservats lebenden Indianer aufforderte sich bis zum
31.01.1876 in ihren Reservaten einzufinden.
Davon ausgehend, dass der größte
Teil der Indianer der Anordnung nicht Folge leisten würde, begann die US-Regierung
im Februar 1876 mit den Vorbereitungen für eine militärische
Operation. Man wollte die verschiedenen Indianerstämme von verschiedenen
Seiten angreifen.
Die Schlacht vom Little
Big Horn
Im Juni 1876 versammelten sich die Hunkpapas,
Teton-Sioux, Arapahoes und Cheyenne im Rosebud Tal zu einem Sonnentanz.
Unter der Führung von SITTING BULL und CRAZY
HORSE protestierten sie gegen die Versuche der amerikanischen Regierung,
ihr Land zu annektieren und sie zwangsweise in Reservate auszuquartieren.
Vom Rosebud Tal zogen die Stämme zum Little
Big Horn River, und ließen sich dort zu einem riesigen Lager nieder.
Am 25.06.1876 kam es am Little Big
Horn zur bekanntesten Schlacht zwischen Indianern
und US-Armee, die nur eine halbe Stunde dauern sollte.
General GEORGE A. CUSTER stand an der
Spitze des 7. Kavallerieregiments, das von den Cheyenne unter ihrem Häuptling
TWO MOONS und den Sioux, geführt von GALL, CRAZY HORSE und ihrem Medizinmann
SITTING BULL, vernichtend geschlagen wurde.
Auf Dauer besaßen die Indianer
allerdings keine Chance gegen die technisch überlegende US-Armee. Nach und
nach mussten nahezu alle Sioux-Häuptlinge kapitulierten. SITTING BULL floh
mit seinen Anhängern nach Kanada,
wo ihm Asyl gewährt wurde. Mithilfe von Zeitungsinterviews verbreitete er
dort seinen Protest gegen die Vertreibung der Lakota.
Rückkehr
in die USA
Nachdem ihm die USA Amnestie zugesichert hatte, kehrte SITTING BULL am 20.07.1881 nach vier Jahren Exil in
seine Heimat zurück. Er wurde im Fort Randall in South Dakota interniert.
Ab 1885 trat er für zwei Jahre
in der Wildwestshow von
Buffalo Bill auf.
Danach
lebte er im Standing Rock Reservat.
Er wurde Mitglied der Geisterbewegung,
die 1889 aufgekommen war und sich sehr schnell in den Reservaten verbreitet hatte.
Die Indianer tanzten sich jede Nacht zu einem gleichmäßigen Trommelrhythmus
in Trance.
Die dabei erlebten Visionen von der Rückkehr der Bisonherden
und dem Verschwinden der Weißen führte zu Unruhen unter den Bewohnern der Reservate. Die Amerikaner betrachteten die Geisterbewegung
als politischen und religiösen Protest.
Aus Angst
vor einem Aufstand, verhafteten Polizisten des Reservates am 15.12.1890
Häuptling SITTING BULL. Als dessen Männer gegen die Verhaftung protestierten,
wurde SITTING BULL in einem Handgemenge von dem Indianer-Sergeant
RED TOMAHAWK erschossen.