
Die Kunst des alten Ägyptens
| Altes
Reich (2620–2100 v. Chr.) |
Mittleres
Reich (2040–1650 v. Chr.) |
Neues
Reich (1551–1070 v. Chr.) |
Spätzeit,
Griechisch-Römische Zeit (711v. Chr.– 395 n.Chr.) |
| Mastabas mit Reliefkunst Stufenpyramide in Sakkara Klassische Pyramiden in Giseh (Cheops, Chefren) Sphingen Grabstatuen als Synthese von Idealbild u. Porträt |
Mastabas freiplastische Statuen kleinfigurige Grabbeigaben Wandmalerei in Gräbern |
Grabtempel Göttertempel (Karnak, Abu Simbel) Felsengräber mit Grabmale-reien (Tal der Könige) Kolossal-statuen Amarnakunst |
Tempel von Philae, Kom Ombo, Edfu versenkte Reliefs an den Tempelfas-saden Rückgriff auf traditionelle Kunst |
Unter Ägyptischer Kunst
wird allgemein Kunst und Kultur
des alten Ägyptens, der Pharaonenzeit (3000 v. Chr.-395 n. Chr.),
verstanden.
Erstaunlich dauerhaft und nur wenig verändert existierte diese Kunst
an den fruchtbaren Ufern des Nils über 3000 Jahre lang. Die allgemein
übliche geschichtliche Einteilung in 31 Dynastien (Herrschern) von
der Reichsgründung bis zu ALEXANDER
DEM GROSSEN geht auf den ägyptischen
Geschichtsschreiber MANETHO zurück.
In diesen Jahrtausenden wechselten Herrschergeschlechter, die einen mehr
oder weniger gesellschaftlichen Aufschwung bzw. eine gewisse Stabilität
garantierten, mit Regierungszeiten von Herrschern, die für Wirren
und Verfall des Reiches standen (sogenannten Zwischenzeiten) und keine
nennenswerte Kunst hervorbrachten (Bild 1). Bereits um 3300 v.Chr.
existierte im südlichen Ägypten ein prähistorisches Reich
mit der Hauptstadt Abydos.
Nach ca. 200 Jahren Kriegführung hatte das südliche
Unterägypten den nördlichen Teil besiegt. Dieser Prozess, die
Wissenschaft spricht von der 0. Dynastie mit 15 Pharaonen, endete
mit der sogenannten Reichseinigung.
Die Hauptstadt wurde in den Norden nach Memphis verlegt. Zwei jährliche
Überschwemmungen der Flussebene durch den Nil sorgten für reiche
Ernten. Die Erfindung der Schrift,
ein immer straffer organisiertes Staatssystem, Bürokratie, Nationalbewusstsein,
tiefe Religiosität des Volkes und die Machtbefugnisse
von Priestern schufen die Grundlagen für die Blüte von Kunst
und Kultur.