


Was versteht man unter Objekten?
Im einfachsten Fall sind Objekte häufig benötigte Standardformen
von Flächen und Symbolen. Sie liegen beispielsweise als Kreise und Ellipsen, Quadrate und Rechtecke
oder Drei- und Vielecke fertig vor und lassen sich mit der Maus in den
Arbeitsbereich hinein- bzw. darin aufziehen. Häufig hat man die Wahl
zwischen gefüllten und ungefüllten
(nur der Rand wird gesetzt) Flächen (Bild 1). Sie können mit
dem Umrissstift oder Füller ggf. im Nachhinein eingefärbt, transparent
gemacht, ja sogar mit dreidimensionalen Effekten versehen, in jedem Falle
aber in Größe und Lage verändert werden.
Das wohl einfachste Objekt überhaupt ist natürlich die Strecke
(Linie). Hier werden oft nur der Anfangs-
und Endpunkt gesetzt; die Verbindung wird automatisch gezeichnet. Auch
frei geformte Kurven
(Bézierkurven)
und Flächen (Bézierflächen)
lassen sich erzeugen. Hierbei wird nach Setzen der Anfangs- und Endpunkte
die Auslenkung der gewünschten Krümmung per Mausklick festgelegt.
Objekte können auch aus der Zwischenablage
oder aus diversen Bibliotheken importierte Bilder sein. Derartige
Bibliotheken sind nach Belieben mit unterschiedlichstem, auch selbst erstelltem
Bildmaterial erweiterbar.
Moderne Malprogramme unterstützen Objektfunktionen immer umfangreicher.
Eine schon häufig anzutreffende Funktion ermöglicht es, ausgewählte
Bildbereiche, also Teile des Pixelbildes (einer Bitmap)
mit allen sich daraus ergebenden Bearbeitungsvorteilen in Objekte umzuwandeln.
Natürlich gelten für Pixelgrafiken genauso die Regeln ihrer
Bearbeitung. Z.B. machen Vergrößerungen solcher Objekte die
darin aufbewahrten Bilder nicht schärfer oder besser. Im Gegenteil:
die logisch begrenzte Menge an Bildpunkten wird auf die jeweilige Rahmengröße
angepasst, was sich sehr nachteilig in Form von Unschärfe oder Treppeneffekt
auswirkt. In neueren Programmen können die Objekte auch Vektorgrafiken sein. Dann gelten diese Einschränkungen nicht mehr. Es ist überhaupt
ein Trend, Pixel- und Vektorgrafiken immer mehr von einem Programm aus
zu steuern, wobei den Objekten wachsende Bedeutung zukommt.

Bitmap-Objekte
Als eine besondere Art von Objekt mag man die Schrift
betrachten. Jedes Zeichen füllt
in der ihm eigenen Form die Punkte mit den gewählten Farben aus.
Große Schrift kombiniert mehr Pixel zu einem Zeichen als kleine.
Die Attribute "Fett", "Kursiv", "Unterstrichen"
oder solche Stile wie "Schattiert" oder "Kontur" werden
ebenfalls durch die Punkte in unterschiedlicher Zahl erzeugt. Sämtliche
Schriftarten, zu denen im weitesten Sinne genauso die Symbole
etwa von Windings oder die vielen speziellen Zeichensätze der Mathematik,
der Geografie oder aus der Tierwelt zählen, werden mit dieser Funktion
bereitgestellt (Bild 2).

Unterschiedliche
Anzeige aktivierter Objekte
In der Regel markiert ein Rahmen
die Außenkanten des Objekts, zusätzlich erscheinen sogenannte
"Anfasser" zum Manipulieren. Über diese Anfasser können mit der Maus intuitiv Lage- und Größenänderungen
vorgenommen werden.
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und der Steuerungstaste. Wird z. B. die Shift-Taste
niedergedrückt gehalten, während man eines der Flächenobjekte
mit der Maus im Arbeitsbereich anlegt, so ändern sich die Objekte proportional
in Höhe und Breite (Bild 4). Statt der Ellipsen entstehen dann Kreise
oder statt der Rechtecke Quadrate. Andere Programme machen z. B. aus dem
unregelmäßigen Vieleck ein regelmäßiges Vieleck.
Es ist unmöglich, hier alle Objektfunktionen aufzuzeigen, zumal mit neuen Programmen und Versionen dem Anwender mehr und mehr solcher Funktionen zur Verfügung stehen. Einen kleinen, absolut nicht repräsentativen Eindruck liefern die nachstehend aufgeführten Beispiele:
Üblicherweise verschmelzen Objekte nach Fertigstellung mit dem Gesamtbild.
Sie verändern es durch die entsprechenden Objektpixel unwiederbringlich.
Jede Aktion im Bild hinterlässt sofort bleibende Spuren und nur die
Aktionen an sich können noch in den eingestellten bzw. programmintern
möglichen Schritten rückgängig gemacht werden.
Das trifft zum Glück nur für sehr einfache Malprogramme zu.
Anspruchsvollere Programme ermöglichen es jedoch, Bilder oder Bildelemente
auch unabhängig vom Hintergrundbild zu verwalten. Die erstellten
Objekte lassen sich wenigstens für die Dauer einer Arbeitssitzung
bzw. entsprechend der gewünschten Einstellung als eigenständige
Objekte aufbewahren. So können diese auch im Nachhinein noch
ohne jede Auswirkung auf die anderen Objekte und das unter allem liegende
Hintergrundbild verändert, verschoben oder entfernt werden (Bild
3).

Manipulierbare Objekte