Jede Bildbearbeitung in einem Malprogramm kann in letzter Instanz immer auf nur 2 Punkte zurückgeführt werden:
Diese Änderungen können pixelweise per Hand oder durch Zuhilfenahme raffinierter Algorithmen weitgehend automatisch ausgeführt werden und sich auf:
beziehen. In vielen Malprogrammen lassen sich ausgewählte Bildbereiche
in Objekte umwandeln, womit sie die dafür typischen Bearbeitungsmöglichkeiten
erhalten.
Malprogramme bieten aber auch eine ganze Reihe von Werkzeugen an, die
auf ausgewählte
Bildbereiche angewendet werden können. Neben Bearbeitungsfunktionen
wie Kopieren, Duplizieren oder Verschieben, die einen Bildbereich lediglich
innerhalb verschiedener Dokumente bewegen oder eine Lageänderung
auf dem Bildhintergrund zum Ziel haben, gibt es Manipulationsverfahren,
die sich unmittelbar auf das Teilbild auswirken. Ergebnis solcher Manipulationen
sind dann Formänderungen oder
Farbänderungen von Bildbereichen.
Von vielen Programmen angebotene Funktionen sind z. B.:
Bereich verkleinern oder vergrößern
Durch proportionales Skalieren (oft
unter "Transformieren")
kann eine Auswahl gleichmäßig in ihren Abmessungen, also in
ihrer Form verändert werden. So lässt sich ein Bereich
verkleinern und vergrößern (Bild 1). Oft gibt es im Malprogramm
Menüpunkte, über die man die gewünschte Größenänderung
prozentual oder mit genauen Abmessungen angeben kann. Eine andere Möglichkeit
ist es, sich der "Anfasser"
zu bedienen, die bei einer viereckigen Auswahl an den Eckpunkten sichtbar
werden, wenn man den Befehl zum Skalieren aktiviert hat. Meist lässt
sich der Bildbereich durch Anfassen eines Eckpunktes mit der Maus (Anklicken
und Maustaste gedrückt halten) und gleichzeitiges Drücken der
Shift-Taste <
>
beliebig proportional verkleinern oder
vergrößern.

Anfasser als Skalierhilfsmittel
Beim Vergrößern spielen die Punktreserven des Bildes (Auflösung) eine wichtige Rolle: ist die Auflösung nur gering, kann sehr schnell das Punktraster sichtbar werden. Eine Verkleinerung hingegen hat meist kaum sichtbare Auswirkungen auf die Bildqualität.

Treppeneffekt beim Vergrößern eines
Pixelbildes
Bereich strecken, stauchen oder verzerren
Funktionen, mit denen man einen Bereich
strecken, einen Bereich
stauchen oder einen Bereich
verzerren kann, bewirken ebenfalls eine Formänderung ausgewählter
Bildbereiche.
Wie bereits im obigen Abschnitt beschrieben, kann man über das Menü
oder mithilfe der Anfasspunkte einer Auswahl einen Bereich in seiner Höhe
oder Breite, also horizontal und vertikal dehnen (strecken) oder stauchen.

Desweiteren ist oft eine horizontale, vertikale oder gar perspektivische Verzerrung möglich. Das Kippen z. B. entspricht einer Parallelverschiebung. Komfortabel ausgestattete Malprogramme erlauben dieses Kippen in horizontaler, vertikaler und in beiden Richtungen.

Das Ergebnis dieser Veränderung wird bei näherem Hinsehen in
Abhängigkeit vom Programm und von der Stärke dieser Verzerrung
von unterschiedlicher Güte sein. Das liegt daran, dass die Farbtöne
der veränderten Anordnung der Pixel neu zu berechnen sind, was nicht
unbedingt mit menschlicher Wahrnehmung übereinstimmt.
Bereich
sonstig manipulieren
Hier alle Möglichkeiten der Gestaltung einzelner
Bildbereiche vorzustellen, ist schon deshalb nicht möglich, weil
fast mit jedem Programm bzw. jeder Programmversion weitere
Varianten zur Bildbearbeitung eingeführt werden.
Eine Menge sinnvoller Verwendungen bietet beispielsweise
das Doubeln - oft Klonen
genannt - von Originalen. Mit einem Kopierstift
wird das Bild in einzelnen Bereichen abgetastet und an eingestellter Stelle
nachgezeichnet (Video 1). Das Original und das Duplikat müssen nicht
unbedingt identisch im Aussehen sein, die Manipulation kann besondere
Effekte hervorbringen.
Durch Nutzung von Farbmaskierungsverfahren lassen sich ganz gezielt einzelne Farben auswählen, während
gleichzeitig alle andersfarbigen Pixel vor Veränderungen geschützt
werden. Die maskierten Farben stehen
jeder Änderung innerhalb der festgelegten Farbpalette zur Verfügung.

Anwendung von Farbmasken auf Bildbereiche
Weiterhin lassen sich u. a.:
Unter Berücksichtigung dessen, dass sich alles ja auch nacheinander oder kombiniert auf eine Auswahl beziehen kann, sind den Gestaltungsmöglichkeiten von Bildbereichen keine Grenzen gesetzt.