
Wie in der Baukunst zeigt sich auch
in der Bildhauerei ab der
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Abkehr von den Gestaltungsweisen
von Barock und Rokoko und die Rückwendung zur Antike.
Sie ist unter anderem angeregt von den Ideen des deutschen Kunstschriftstellers
JOHANN JOACHIM WINCKELMANN
(1717-1768, Bild 1), den Begründer der Klassischen
Archäologie und der neueren Kunstwissenschaft.
Er kommt zu der für den bürgerlichen Emanzipationskampf
wesentlichen Einsicht, dass es gerade die in den griechischen Stadtstaaten
herrschende Freiheit gewesen sei, die den idealen Nährboden für
die Kunst abgegeben habe. Diesen Gedanken auf die Kunst seiner Gegenwart
übertragend, meint er:
"Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten"
(Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst, 1755, vollständiger Text in PDF 1).
Allerdings stellte er sich darunter nicht ein eklektizistisches Kopieren vor, sondern einen Weg, anhand der antiken Schönheit neue Schönheit zu schaffen, zumal nur durch Anschluss an Schönheit Kunst überhaupt entstehen könne.
Kunststile des 19. Jahrhunderts
Vertreter des Klassizismus:
Vertreter des Symbolismus:
Vertreter des Jugendstils:
Vertreter des Impressionismus: