Bei einer Bodenplastik oder auch Bodenskulptur hat der Künstler gänzlich auf einen Sockel oder eine Plinthe verzichtet. Der Betrachter befindet sich also auf der gleichen Ebene wie die Plastik. Häufig entsteht dadurch für den Betrachter eine Draufsicht, so dass sich ihm die Plastik "unterwirft", zumindest aber entsteht eine Gleichwertigkeit von Plastik und Betrachter. Ende des 20. Jahrhundert fand diese Form der Präsentation größere Verbreitung und kann als Zeichen für demokratische Ansichten interpretiert werden.
Bodenplastiken kann man auf Podesten (Bild 1) platzieren, um sie vor unbeabsichtigter Beschädigung zu schützen.
Der Begriff Bodenplastik bzw. Bodenskulptur sagt nichts über das
verwendete Material aus. Bodenplastiken
können gleichermaßen aus Holz, Metall oder Keramik bestehen
oder dreidimensionale Collagen aus verschiedenen Materialien sein. Sie
können begehbar sein, der Betrachter kann so mit Bodenplastiken eine
Interaktivität eingehen. In diesem Sinne können bestimmte Objekte,
Stabile und Mobile ebenfalls Bodenplastiken sein.