

Die Fotografie ist eine Technologie,
mit der sich Objekte oder Ausschnitte unserer Umwelt nahezu wirklichkeitsgetreu
abbilden lassen.
Unter Fotografie versteht man bisher in der Regel die herkömmliche
oder chemische Fotografie. Das Ergebnis liegt als Fotoabzug auf Fotopapier
oder Kunstofffolie vor.
Die chemische Fotografie
ist ein System zur Wandlung optischer Signale in chemische Signale. Sämtliche
Vorgänge, von der Erzeugung der Abbildung beim Fotografieren bis
zur Fertigstellung eines Fotoabzugs oder Diapositivs als Endprodukt, sind
chemische Prozesse.
Um Abbildungen mit chemischer Fotografie zu gewinnen, benötigt man
Eine Besonderheit sind Sofortbildkameras, bei denen der Zeitverzug zwischen Bildaufnahme und Vorliegen des Fotos entfällt.
Kurzer Abriss der Geschichte der Fotografie
Die Geschichte der Fotografie
nahm ihren Anfang bereits um 900 mit der Erfindung der Camera obscura.
Grundlagen der chemischen Fotografie
Alle durch Licht angestrahlten Objekte reflektieren dieses Licht. Sie
werfen es abhängig von ihrer Beschaffenheit hinsichtlich Form, Farbe
und Oberflächenstruktur auf spezifische Weise zurück. Diese
Eigenschaft wird bei der Fotografie ausgenutzt. Eine Fotokamera
ist mit einem optischen Linsensystem ausgerüstet, das dieses reflektierte
Licht sammelt und im Inneren der Kamera als Bild projiziert. Die Bildebene
für diese Projektion ist ein lichtempfindlicher Film
(Bild 1). In der lichtempfindlichen Schicht dieses Films löst
die Energie der gesammelten Lichtstrahlen chemische Prozesse aus. Als
Ergebnis liegt auf dem Film ein unsichtbares Abbild des Fotografierten
vor, ein latentes Bild. Der
Film ist somit nicht nur Bildsensor sondern auch Bildspeicher.
Die lichtempfindliche Schicht des Schwarz-Weiß-Films besteht aus
Bromsilber-Gelatine. Beim Farbfilm ist eine dreifache lichtempfindliche
Schicht auf dem Trägermaterial des Films aufgetragen, deren Schichten
für die Farben Gelb, Rot oder Blau sensibel sind.
Filmentwicklung
Damit die latent vorhandenen Bilder des Films sichtbar werden, muss er
im Fotolabor entwickelt und fixiert werden. Das Ergebnis der Filmentwicklung
ist vom verwendeten Film abhängig.
Bildvergrößerung
Um die auf dem Film gespeicherten Bilder in natürlicher Farbwiedergabe
zu erhalten, ist eine Positiventwicklung
erforderlich. In der Dunkelkammer werden die farbverkehrten Bilder auf
lichtempfindliches Fotomaterial projiziert - in der Regel das Bild
vergrößernd, da man ohne Vergrößerung nur Abzüge
in der Größe der Filmbilder erhielte. In einem chemischen Prozess
entsteht auf dem Fotomaterial ein Umkehrbild, das die Fotoobjekte in natürlicher Ansicht wiedergibt - der
sogenannte Abzug (Bild 3).
Von einem Negativbild lassen sich beliebig viele Abzüge herstellen,
ohne das auf dem Negativ Gespeicherte zu verändern.
Diapositive sind Unikate in
originaler Filmbildgröße. Sie entstehen durch eine Filmentwicklung
in zwei Schritten, sodass durch doppelte Farbumkehr die Objektfarben direkt
auf dem Filmmaterial wiedergegeben sind.