




Malprogramme
Malprogramme werden in riesiger
Vielfalt angeboten. Es gibt sie in allen Preisklassen, in brauchbarer
Ausstattung auch als Free- und Shareware. Was unterscheidet die vielen
Grafikprogramme voneinander?
Ein einfaches Malprogramm wird beispielsweise als Paintbrush bzw. Paint gleich mit dem Betriebssystem Windows geliefert (Bild 1). Dem professionellen Grafiker und Designer stehen Programme in der High-End-Klasse zur Verfügung, die meistens auch bestimmte Hardware-Anforderungen voraussetzen. Als "Mercedes" unter den pixelorientierten Grafikprogrammen kann man Adobe Photoshop bezeichnen.
Allgemeine Merkmale der Benutzeroberflächen
Viele Malprogramme sind in ihren Werkzeugen und Hilfsmitteln sehr ähnlich
bis identisch, sodass man einzelne Programmoberflächen
(Benutzeroberflächen) herausgreifen
kann, um die allgemein gültige Nutzung zu erklären.
Zur Bedienung der Programme stehen in der Regel gleich mehrere Bedienelemente,
oft gar für die gleiche Sache, zur Verfügung:


Charakteristisch für die meisten Malprogramm-Oberflächen ist,
dass sie sich letztlich ganz den Bedürfnissen des Nutzers anpassen
lassen (Bild 2). Der Anfänger wird erst einmal auf die meisten Features
verzichten und sie nur schrittweise einblenden, um die Übersicht
zu behalten. Der Profi will sicherlich die Befehle griffbereit haben.
Aber auch er wird sich zwischen verfügbarer Dokumentenfläche
für die Grafikbearbeitung und unbedingt anzuzeigenden Befehlen entscheiden
müssen.
Tipp: Beim professionellen Arbeiten
empfiehlt sich der Einsatz von zwei Monitoren zur getrennten Anzeige von
Grafik und Bearbeitungswerkzeugen.
Dateien öffnen und bearbeiten
Will
man eine Datei öffnen,
also eine bereits vorhandene Pixelgrafik, so wählt man meist Menü
Datei, Befehl Öffnen oder das
entsprechende Icon
.
Die geöffnete Grafik steht dann in der gespeicherten Farbtiefe
zur Verfügung. Ob sie allerdings auch in dieser bearbeitet werden
kann, hängt von der Grafikkarte und der eingestellten Farbtiefe ab.
Man kann die Auflösung
und die Farbtiefe eines geladenen Bildes ändern. Das ist z. B. dann
sinnvoll, wenn bildfremde Teile in anderer Farbtiefe oder mit anderen
Farbpaletten eingefügt werden sollen (siehe nebenstehendes Bild)
oder sich eine Veränderung aufgrund nachfolgender Bearbeitungsschritte
erforderlich macht.
Lässt sich ein Dateityp nicht aus dem laufenden Programm heraus darstellen
oder bearbeiten, so gibt es immer noch die Variante, das Bild unter einem
anderen Format abzuspeichern, zu
konvertieren (Bild 3). Unter Paint
z. B. wird im Menü Datei der Befehl
Speichern unter... gewählt, dann der Dateiname und das gewünschte
Grafikformat eingegeben und der Schalter
Speichern angeklickt.
Datei neu erstellen
Für neu zu erstellende Grafiken sind die Größe des Bildes,
die Auflösung und die Farbtiefe bereits bei der Einrichtung
einer leeren Seite festzulegen. Manche Programme verwenden automatisch
die Größe und Auflösung des Bildschirms sowie die eingestellten
Systemfarben, andere lassen schon vorab jede beliebige Einstellung zu.
Bild 4 zeigt das Fenster zum Einrichten einer neuen Seite unter Photoshop,
das man über Menü Datei,
Befehl Neu erhält.
Bildausschnitt verschieben
Wenn das Bild in Höhe und Breite den aktuellen Arbeitsbereich
überschreitet, kann der Bildausschnitt
anhand von Bildlaufleisten horizontal
und vertikal verschoben werden (Bild 5). Oft ist das Verschieben des Bildausschnitts
auch über eine verkleinerte Navigationshilfe möglich.

Navigationshilfe in Malprogrammen
Grafik punktgenau bearbeiten
Pixelgrafiken lassen sich punktgenau bearbeiten.
Als Orientierungshilfe lässt sich in der Regel eine Anzeige der aktuellen
Cursorposition zuschalten
(Bild 6). Sie zeigt an, in welchen Koordinaten sich der Cursor gerade
befindet.
Bilder zoomen
Das
Zoomen, also das Verkleinern
und Vergrößern von Bildern
und von einzelnen Bildausschnitten spielt bei der Arbeit mit Pixelgrafiken
eine sehr große Rolle. Vergrößert ist es möglich,
jeden Bildpunkt einzeln und exakt zu setzen. Verkleinert lassen sich gleichzeitig
mehrere bis viele Bildpunkte mit entsprechendem Werkzeug verändern.
Das Verhältnis des Bildes bzw. des Ausschnittes zur Originalgröße wird oft als Zoom-Faktor angegeben. Die Originalanzeige auf dem Bildschirm entspricht dabei 100 %. Bei einem Zoom-Faktor von 50 % wird das Bild halb und bei 200 % doppelt so groß angezeigt. Diese Werte können auch als Maßstab von Originalgröße zu Anzeigegröße angegeben werden.

Zoom-Faktor