



Eine Anekdote
Im 5. Jahrhundert v. Chr. lebte und wirkte der griechische Maler
ZEUXIS. Über ihn berichtet der römische Schriftsteller PLINIUS
folgende Anekdote:
ZEUXIS habe im Wettstreit mit seinem Konkurrenten PARRHASIOS Weintrauben
so realistisch gemalt, dass Vögel herbeiflogen und nach den Früchten
pickten. PARRHASIOS, der meinte der bessere Maler zu sein, lud ZEUXIS
daraufhin ein, sein Gemälde zu betrachten. Als ZEUXIS versuchte,
einen vermeintlich vor dem Bild hängenden Vorhang beiseite zu schieben.
Er musste aber feststellen, dass das Tuch sich nicht wegschieben ließ.
Es war nicht echt, sondern
gemalt.
Diese Anekdote zeigt die Möglichkeit der Malerei, auf einer
zweidimensionalen Fläche die Illusion eines dreidimensionalen Raumes
zu erzeugen. Diese illusionistische Malerei wird auch Trompe-l 'il
(franz. "Augentäuschung") genannt.