


Farben verändern
Da jeder Bildpunkt eindeutig durch Farben beschrieben wird, die ihrerseits
durch ganz konkrete Zahlenwerte
repräsentiert werden, kann man in einem Bild recht einfach die Farben
verändern. Es werden die gewünschten Werte durch beliebig
andere Werte aus der verfügbaren Farbpalette
ausgetauscht, was dem Ersetzen
von Farben gleichkommt (Bild 1). Schon ist das Bild nicht mehr das,
was es vorher gewesen war. Solche zumeist recht unkompliziert zu realisierenden
Farbersetzungen sind von der Füllfunktion
bekannt. Sie funktionieren jedoch nur in einem abgegrenzten Bereich gleicher,
mindestens aber weitgehend ähnlicher Farbtöne. Bei leistungsstarken
Malprogrammen lassen sich alle gleichen oder ähnlichen Farben des
ganzen Bildes ermitteln und nach Belieben austauschen.
Extrapolieren
Das Prinzip der mathematischen Erfassung und Verarbeitung von Farben kann
auch genutzt werden, um Ränder, Konturen oder Umrisse
fast jeglicher Art im Bild zu erfassen. Auf dieser Grundlage finden entsprechende
Verarbeitungsalgorithmen beispielsweise in einer Digitalfotografie die
zusammengehörigen Linien und wandeln sie dann in eine Stiftzeichnung
um. Dieses als Extrapolieren
bezeichnete Verfahren kommt zur Anwendung, um Reliefs
zu erstellen (Bild 2). Es kann aber genauso eine notwendige Vorstufe sein,
um Pixelgrafiken erfolgreich in Vektorgrafiken
umzuwandeln.
Licht- und Schattenspiele
Mit Farbmanipulationen
in ihrer beinahe grenzenlosen Vielfalt können Effekte "herbeigezaubert" werden, die über Licht-
und Schattenspiele einen dreidimensionalen Eindruck in ganz besonderer
Weise erzeugen (Bild 3). In den Berechnungsformeln, mit denen sich der
Anwender von Malprogrammen zum Glück nicht weiter herumzuschlagen
hat, muss nur enthalten sein, wo die Lichtquelle
liegen soll, um dann über Farben die Pixel zu unterscheiden, die
im Schattenteil liegen sollen.
Das funktioniert natürlich nur so gut, wie das Programm mit vorgegebenen
Algorithmen die Schattenseiten erkennt. Da der Software ein räumliches
Sehen mit unseren Augen nicht möglich ist, wird hier Einiges an Nacharbeit
unerlässlich sein.
Pixelrauschen verändern
Das Rauschen, vielleicht vom
schlechten Fernsehbild her bekannt, gibt es auch bei den Pixelbildern.
Damit meint man das Vorhandensein von zufälligen, eigentlich gar
nicht gewünschten Farbpixeln im gesamten Bild. Das Pixelrauschen
hat zuvorderst technische Ursachen und wird sich kaum ganz vermeiden lassen.
Mit ausgetüftelten Algorithmen kann es weitgehend entfernt werden,
sodass es vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen wird. Andererseits
kann das Rauschen als spezieller Effekt auch gewollt sein. Sind die Bilder
beispielsweise nur von blassem Aussehen und schwachen Konturen, so setzt
man sogar ein künstliches Rauschen auf, um eine gewisse Körnungsstruktur
und Härte zu erzielen.

Die Veränderung des künstlichen Pixelrauschens
ist ein Mittel der Ganzbildmanipulation.