



Gestaltung
Unter Gestaltung sind Entwurf
und Prozess zur Herstellung eines bewusst geformten Kunstwerkes (Bild,
Plastik, Bauwerk, Designobjekt) zu verstehen. In der Architektur hat Gestaltung
elementare künstlerische Prinzipien mit Statik und Konstruktion zu
verbinden.
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Gestaltung
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Form
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Raum
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Licht
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Farbe
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Form
Unter Form wird die äußere
Erscheinung eines Bauwerkes verstanden, seine Struktur, die Gesamtheit
seiner Elemente und ihre Beziehungen untereinander. Der Zweck eines Baues
beeinflusst die Form. Die Form wird zum Ausdrucksträger
(Bild 1). Sie fungiert als Träger

Selbst die einfachsten architektonischen Bauten erzeugen durch die Notwendigkeit,
bestimmte Funktionen erfüllen
zu müssen, Formprobleme.
Entscheidungen über
bestimmen wesentlich die Gestaltung. Hinzu kommen ökonomische Erwägungen
(Energie und Material sparend, kostengünstig) und die Wünsche
der Auftraggeber, die die Ideen zur Formgebung beeinflussen. Trotzdem
hat der Architekt gerade bei sogenannten "Sonderbauten" (Kommunalbauten
und sakrale Bauwerke) einen ausreichenden gestalterischen Spielraum, seine
Ideen zu verwirklichen.
Der Charakter der Materialien bestimmt entscheidend die Form, den Raum und den Eindruck der Architektur. Im "Löwentor" von Mykene (13. Jh. v.Chr., Bild 4) wird mit den Mitteln der Steingröße und der Steinbearbeitung die im Hintergrund wirkende Macht des Bauherren deutlich. In die gewaltigen Ausmaße des Zyklopenmauerwerkes ist das Löwenrelief als besondere Betonung des Eingangs eingefügt. Der beabsichtigte Ausdruck wird in den Eindruck von Unbezwingbarkeit der Festung und Dauerhaftigkeit verwandelt. Auch bei der Architektur moderner Bankgebäude werden diese Mittel der Quantität von Steinen, der kostbaren und sorgfältigen Verarbeitung und der Aufmerksamkeit heischenden, in die Straße vorragenden Portalkonstruktionen verwendet.
Materialien haben also einen symbolischen Gehalt. Sie können
verkörpern. Die Bedeutungen von Holz, Stein, Beton, Metall, Stoff
oder Kunststoff verändern sich mit Technologie und Kultur. Ihre Grundeigenschaften
und ihre Festigkeit bleiben jedoch weit gehend unverändert. So wird
das Material nach
ausgewählt. Strapazierfähig, Dampf diffundierend, aber doch wasserdicht, frostbeständig, fleckresistent, umweltverträglich und vor allem recyclingfähig beispielsweise sind die Anforderungen für Fußbodenbeläge kommunaler Bauwerke.
Auf die Formwahrnehmung hat auch die Stärke
des Materials Einfluss. Dickere Mauern z. B. vermitteln durch
das Massive den Eindruck von Sicherheit und Dauerhaftigkeit. "Dünnes"
Material, das u. a. in den Raumtragwerken (Gitterschalen, Netze usw.)
Verwendung findet, wirkt leicht, elegant, schwerelos und poetisch.