




JOHANN WOLFGANG VON GOETHE forschte über 40 Jahre zur Farbenlehre und Optik. Das Ergebnis seiner Arbeit war ein konvolutes Werk: "Die Farbenlehre". Er widmete es
"der Durchlauchtigsten Herzogin und Frauen Luisen - Regierenden Herzogin von Sachsen-Weimar und Eisenach".
Sein Werk datiert vom 30. Januar 1808. Aber bereits vorher hatte er sich u. a. in seinem kritischen NEWTON-Aufsatz (PDF 1) mit der Wirkung der Farben auseinander gesetzt. GOETHE hatte ein spezielles Interesse an den Farben: Malen galt dem Dichterfürsten als "mit dem Auge dichten".
| Didaktischer Teil (PDF 3) |
Polemischer Teil |
Historischer Teil (PDF 2) |
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Purpur- Gelbrot (Orange) - Gelb
Gelb - Grün - Blau
Blau - Blaurot (Violett) - Purpur
Rot und Grün trennen als Symmetrieachse die aktive linke Seite von der passiven rechten Seite.
Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe
GOETHE beschäftigt sich in dem Teil "Sinnlich-sittliche
Wirkung der Farbe" der didaktischen
Abhandlung mit der durch die Sinne vermittelten Wirkung von Farbe und
farbigen Zusammenstellungen, welche auf der Fähigkeit des Auges,
die Gegenfarben zu produzieren, basieren.
| harmonische Gegensätze | Charakteristische Zusammen- stellungen |
charakterlose Zusammen- stellungen |
| Die sich fordernden Farben bilden harmonische Gegensätze. Eine reine Farbe ergänzt sich mit einer Mischfarbe,die aus den fehlenden reinen Farben entstanden ist. | Willkürlich hervorgebrachte Zusammenstellungen, die durch Überspringen einer Mittelfarbe entstehen. Sie besitzen einen besonderen Ausdruck, da sie als Teil aus dem Ganzen heraustreten. Sie beinhalten nicht mehr die drei reinen Farben. | Zusammenstellungen aus den benachbarten Farben, welche zwar "unbedeutend" erscheinen, aber ein Fortschreiten andeuten. |
| Gelb fordert Rotblau (Violett) Blau fordert Rotgelb (Orange) Purpur fordert Grün | Gelb und Blau Gelb und Purpur Blau und Purpur Gelbrot und Blaurot | Gelb und Gelbrot Gelbrot und Purpur Blau und Blaurot Blaurot und Purpur Gelb und Grün Blau und Grün |
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Diese Zusammenstellungen ergeben vermischt die
Zwischenfarben.
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In seiner "Farbenlehre" (PDF 2, 3 und 4) äußerte GOETHE:
"Man fand bisher bei allen Malern eine Furcht, ja eine entschiedene Abneigung gegen alle theoretischen Betrachtungen über die Farbe und was zu ihr gehört; welches jedoch nicht übel zu deuten war. Denn das bisher sogenannte Theoretische war grundlos, schwankend und auf Empirie hindeutend. Wir wünschen, dass unsere Bemühungen diese Furcht einigermaßen vermindern und den Künstler anreizen mögen, die aufgestellten Grundsätze praktisch zu prüfen und zu beleben" (GOETHE in "Die Farblehre").
Mit den Theorien NEWTONs setzte sich GOETHE ebenfalls auseinander ("Enthüllung der Theorien Newtons", PDF 1).
Neben GOETHE setzte sich noch ein anderer prominenter Zeitgenosse mit der Wirkung der Farben auseinander: der Maler und Dichter PHILIP OTTO RUNGE (PDF 5).