
| Geometrische Kunst 1050–700 v.Chr. |
Archaische Kunst 700–490 v.Chr. |
Klassische Kunst 490–320 v.Chr. |
Hellenisti- sche Kunst 320–1.Jh. v.Chr. |
| Kultbauten aus Holz und Lehm erste Städte Kleinplastik als Weihegeschenke Vasenmalerei: Abstraktion des Schmuckes (Begräbnis-, Kampf-, Mythologieszenen ) |
dorische Säulentempel Großplastiken (Kuroi, Koren ) Figurenschmuck in Giebelfeldern der Tempel schwarzfigurige u. rotfigurige Vasen-malerei |
dorische und ionische Tempel Stadtanlagen Skulpturenfriese nackte männl. Freifigur in Kontrapoststellung (Polyklet:Speerträger) Fresken in makedon. Königsgräbern rotfigurige Vasenmalerei |
ionische u. korinthische Tempel in Städten Westkleinasiens Theater Bibliotheken stark bewegte Skulpturen dramatische Geschehnisse in Tempelfriesen und Gruppenplastiken alltägliche Szenen Bühnenmalerei Wandmalerei (Landschaft, Raumdarstellung) |
Kunstepochen des antiken Griechenlands
Nach dem Zusammenbruch des wirtschaftlichen und kulturellen Systems der
Mykener, verursacht durch innere soziale Unruhen und den Druck der Völkerwanderung
(einwandernde indogermanische Völker um 1200 v.Chr.), brach eine
Zeit größter Armut und Not an. Die Dezimierung der Bevölkerung,
der Rückgang der Landwirtschaft führten in Griechenland zu einem
Nomadenleben (Hirtenleben). Diese nomadische Entwicklung führte zu
einem kulturellen Niedergang: schlichter, schmuckloser Baustil, Kunst
des Schreibens ging verloren. Man spricht deshalb auch von der "dunklen
Zeit".
Etwa ab 1100 v.Chr. entstand wieder ein hierarchisches System und es setzte
mit der Besiedlung der kleinasiatischen Westküste (ionische Wanderung),
mit der Entdeckung der Eisenverarbeitung, dem wieder zunehmenden Ackerbau
ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung ein.
Geometrische Kunst
Diese Epoche ist gekennzeichnet durch das Zusammenlegen kleiner Siedlungen,
aus denen später die Poleis hervorgingen. Benannt wurde die Epoche
nach den Mustern auf der neu aufkommenden Töpferei und Vasenmalerei.
In diese Zeit fällt auch die Übernahme des phönizischen
Alphabets, dem die Griechen die fehlenden Vokale hinzufügten.
Archaische Kunst
Die archaische Kunst gilt
als der Wegbereiter der späteren Klassik. In dieser Zeit bilden sich
die literarischen Formen, wie die Epen HOMERs
sowie HESIODs Theogonie heraus. Es entwickeln
sich die Lyrik (ALKAIOS, Vertreter der lesbisch-äolischen Lieder),
die Tragödie (AYSCHYLOS, Oresteia), die Prosa und das wissenschaftlich-rationale
Denken der Vorsokratiker. In der Architektur geht die Richtung wieder
zum Monumentalen. Ein bezeichnendes Stilmittel der archaischer Kunst war
das sogenannte archaische Lächeln.
Klassische Kunst
Die Zeit der klassischen
Kunst ist geprägt vom peloponnesischen Krieg und der athenischen
Demokratie. Diese Zeit wird auch das goldenen Zeitalter genannt. Die sakrale
Kunst gewinnt in der Architektur zunehmend an Bedeutung - es entstehen
gewaltige Tempelbauten. In der Plastik kommt zunehmend die Bewegung und
innere Geschlossenheit der Bildkomposition zum Ausdruck (Diskus-, Speerwerfer).
Hellenistische Kunst
Die hellenistische Kunst
entwickelt sich aus der Verschmelzung der griechischen und orientalischen
Kultur. Es herrschen wirklichkeitsbezogene Themen vor. Der Höhepunkt
des Hellenismus war vor allem durch repräsentative mythologische
Sujets (z. B. Alltagsszenen auf griechischen Vasen) geprägt. Das
bekannteste Werk ist die Laokoongruppe
- ein 1,84 m hohes Marmorbildwerk der Bildhauer ATHANODORES, HAGESANDER
und POLYDOROS aus Rhodos.
Im 8. Jahrhundert erreichte die griechische Kultur ihren ersten Höhepunkt
(HOMER). Im kleinasiatischen Siedlungsgebiet nahm sie orientalische Einflüsse
auf. Im Zeitalter des Hellenismus durchdrang sie im Osten (Alexanderzüge)
und im Westen (Rom) die gesamte antike Welt. Griechische Kultur (Religion,
Philosophie, Literatur, Kunst, Staatswesen und Lebensauffassung) prägten
und beeinflussten wesentlich die Kultur Europas.
Zur griechischen Kunst siehe auch: Griechenland, antikes