


Konstruierte Raumdarstellungen
Projektion (lat. proicere =
nach vorn werfen) beinhaltet die Abbildung eines Körpers bzw. Raumes
auf einer Projektionsebene (Bildebene) mit dem Zweck der Ablesbarkeit
räumlicher Gegebenheiten oder Rekonstruierbarkeit eines Körpers.
Mittels Dreitafelprojektion, der Kombination
von Grundriss, Aufriss und Seitenriss, entsteht die Darstellung eines
Körpers auf einer Bildebene.
Mithilfe der Parallelprojektion können
in einer Zeichnung Maßverhältnisse, Formzusammenhänge
und die Funktion eines Gegenstandes verdeutlicht werden, was besonders
für technische oder Architekturzeichnungen (Bild 1) notwendig ist.
Man unterscheidet Parallel- und Zentralprojektionen.
Parallelprojektion
Bereits in den Wandbildern und Mosaiken der römische Antike finden
sich Parallelprojektionen
(fälschlich Parallelperspektive genannt).
Wichtigstes Charakteristikum der Parallelprojektion ist, dass alle in
der Realität parallel verlaufenden Linien eines Gegenstandes auch
in der Zeichnung parallel wiedergegeben werden. Das führt zu einer
mathematischen Genauigkeit, entspricht aber nicht einer dem Sehsinn adäquaten
Darstellungsweise.