




Massenbau
Beim Massenbau wird die Standfestigkeit
des Gebauten durch die Dichte (Festigkeit) und die Masse des Materials
gesichert (Pyramiden, Bild 1). Die eng gefügte Schichtung druckfester
Steine oder Ziegel trägt durch ihr Eigengewicht zur Festigkeit des
Baues bei und übernimmt sowohl tragende als auch raumabschließende
Funktionen. Der hohe Druck der Materialmassen zwingt zu kleinen Öffnungen
und Innenräumen. Diese Konstruktion ist nach heutigem Verständnis
unwirtschaftlich.
Typisch für den massiven Holzbau ist die Blockbauweise.
Die Wand wird aus waagerecht übereinander liegenden Stämmen
gebildet, deren Enden sich an den Ecken überkreuzen und durch Einkerbungen
verbunden werden (Bild 4). Bei der einfachsten Form werden die Stämme
lediglich aufeinander geschichtet und die entstehenden Fugen mit Lehm
oder Moos abgedichtet. Als Weiterentwicklung werden die Stämme behauen,
sodass Fläche auf Fläche liegen kann. Damit gewinnt die Wand
an Festigkeit und die Fugen werden enger.
Typisch für den massiven Steinbau ist das Mauerwerk. Es besteht aus natürlichen oder "künstlichen Steinen" (Ziegel, Lehmziegel), die gekonnt aufgeschichtet oder mit Mörtel zusammengefügt werden (Bild 5). Mauerwerk kann als sogenanntes
ausgeführt sein. Man unterscheidet:
Zum Überspannen größerer Räume benutzte man im Massivbau
Moderne Flächenbauten werden heute aus Beton, Spannbeton, Kunststoff und z. T. aus Holz und Aluminium vorgefertigt (Präfabrikation und Fertigbau). Als großflächige, rechteckige Platten und Scheiben werden diese häufig im mehrstöckigen Geschoß-Wohnungsbau eingesetzt (Bild 6). Diese industrielle Bauweise setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in Italien, Skandinavien, Frankreich, der Sowjetunion und der DDR durch. Auf der Baustelle erfolgt dann die Montage der Wand- und Bodenplatten und später auch vorgefertigter Küchen- und Badzellen mit Installationselementen.