(1) Gradation, Gradationsgrad: Begriff, der die Beschaffenheit des Fotopapiers für Schwarzweißabzüge definiert - weiche Gradationen geben wenig Kontraste, harte geben starke Kontraste
Bei der Fotobearbeitung (digitale Fotografie) wird das Foto direkt auf den Computer geladen und dann mit Bildbearbeitungssoftware bearbeitet. Auch hier kann man den
Einige Verfremdungseffekte lassen sich nicht durchführen mit digitalen
Fotografien. Sie müssen mit Filtern emuliert werden (z. B. Chemogramm,
Solarisation). Fotografien werden im Computer wie eine normale Pixelgrafik
behandelt. Sie sind nicht skalierbar, wie etwa Vektorgrafiken.
Das bedeutet, dass einmal auf niedrigere Bildschirmauflösungen bzw.
Farbwerte heruntergerechnete und gespeicherte
Fotografien nicht mehr in höhere Farbwerte bzw. Bildschirmauflösungen
umgewandelt werden können. Möchte man seine Fotos per E-Mail-Anhang
versenden, sollte man sie unter neuem Namen "für
Web speichern". Diese Option haben heutzutage viele Bildbearbeitungsprogramme.
Geeignete Bildbearbeitungssoftware sind:
Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer Software, die z. T. auch nur
für bestimmte Zwecke entwickelt worden sind.
Analoge und digitale Fotografien können mit geeigneter Bildbearbeitungssoftware
digital weiter bearbeitet werden. Jede Bildbearbeitung, ob analog oder
digital, hat aber ihre Grenzen. Voraussetzung für die digitale Bearbeitung
analoger Bilder ist die Digitalisierung mittels optischer Lesegeräte,
sogenannter Scanner.
Bildbeurteilung (Kriterien nach ANDREAS FEININGER)
Klarheit und Einfachheit von Form, Farbe und Anordnung der Bildobjekte
Kontrast in Hinblick auf Farbe, Tonwerte und räumliche Elemente
und deren Differenzierung
Formen von eindeutigem Schnitt ("interessant und kühn")
Umrisslinien, die eindeutig für die Objekte sind, klare Silhouetten
grafischer Aufbau, künstlerisch gelungene Anordnung im Hinblick
auf Linien, Formen und Anordnung von hellen und dunklen Bildelementen
Tiefe, erzeugt durch Fluchtlinien, Luftperspektive oder Objekte
auf verschiedenen Bildebenen
Struktur, belebende Oberflächenbeschaffenheit eines Objektes
sinnvolle, klare Einzelheiten
Spontaneität und Bewegung, die auf Aktionen hindeuten
Muster, Rhythmus und Wiederholungen interessanter und verwandter Formen
ANDREAS FEININGER (1906-1999)
war der Sohn vom Maler LYONEL FEININGER. Er studierte Architektur am Bauhaus,
war Mitarbeiter von LE CORBUSIER, lebte ab 1939 in Amerika und war ab
1943 freier Fotojournalist für die Zeitschrift "Life". FEININGER veröffentlichte
Bildbände und Fachbücher ("Die hohe Schule der Fotografie",
1961), erhielt hohe Auszeichnungen für seine Arbeiten als experimenteller
Fotograf und Journalist.
Die oben erwähnten Bildbeurteilungsschritte folgen dem Werk: ANDREAS
FEININGER: "Die Hohe Schule der Fotografie", Düsseldorf.