
Objektmanipulationen ohne Veränderung
der Grundform
Zeichenprogramme bieten die unterschiedlichsten
Möglichkeiten zur Ausrichtung und Gestaltung von Objekten an. Eine
besondere Gruppe von Objektmanipulationen
sind solche, bei denen die Grundformen unverändert bleiben. Hier
lassen sich wiederum zwei Arten von Funktionen herausstellen:
Änderung der Geometrien von Objekten
Die Objektabmessungen
für Veränderungen lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise
ändern:
In komfortablen Programmen (in CAD-Programmen ist dies geradezu ein notwendiger Standard) kann man genaue Werteinträge für Millimeter, Zoll, Pixel, Zentimeter und andere Maßeinheiten festlegen. Dafür sind dann entsprechende Dialogfenster vorhanden (Video 1).

Maßgenaue Größenänderung
über Dialogfenster
Eine Größenänderung von mehreren Zehnerpotenzen kann
erfolgen. Proportionale
Änderungen der Objektgröße bewirken, dass das Verhältnis
von Höhe und Breite ensprechend dem Original erhalten bleibt. Unproportionale
Änderungen hingegen wirken sich auf die Höhe und Breite
unterschiedlich aus und verzerren somit das Abbild.
Veränderungen über die Anfasser können sowohl proportionale
Größenänderungen als auch ein Stauchen, ein Dehnen oder auch ein Spiegeln
des Objektes bewirken. Die Grenze zwischen der einfachen Verzerrung von
Länge, Breite und Größenänderung einerseits und dem
Spiegeln andererseits ist fließend. Solange der Festhalter (mit
der Maus festgehaltener Anfasser) nicht die gegenüberliegende Körperkante
überschreitet, wird das Objekt in der jeweiligen Richtung bis zu
einer Entfernung von Null gestaucht. Erst, wenn mit der Maus der Anfasser
über diese Kante hinweg gezogen wird, erscheint das Objekt in seiner
Größe stets abhängig von der Zugweite gespiegelt. Wird
andererseits der Anfasser vom Objekt geradezu wegbewegt, dehnt sich der
Körper in der jeweiligen Angriffsrichtung.
Je nachdem, ob die mittleren Anfasser an den Seiten der Markierung oder
die mittleren Anfasser oben und unten bedient werden, ergeben sich horizontale
bzw. vertikale Dehnungen oder Stauchungen.
Über die Anfasser an den Ecken des imaginären Markierungsvierecks
lassen sich stufenlos Verkleinerungen
oder Vergrößerungen in proportionaler
Weise erzeugen (Video 2).



Horizontal und vertikal kombiniertes Neigen
Neigungen können über spezielle Anfasser interaktiv mit der Maus verwirklicht werden (Video 3). Zum präzisen Neigen stehen oft Dialogfenster zur Verfügung, die ein maßgenaues Arbeiten über entsprechende Maß- oder Prozentangaben ermöglichen.

Ähnlich wie bei den oben beschriebenen Funktionen kann auch das
Drehen über verschiedene Mechanismen erfolgen. In der Regel stehen
diverse Schalter und Menüpunkte zur Verfügung. Bei sehr einfachen
Programmen erfolgt das Drehen in festgelegten Winkelschritten
(45° oder ein Vielfaches davon). Es kann rechtsläufig
und linksläufig gedreht werden.

Besser ausgestattete Programme bieten darüber hinaus die freie Wahl des Drehwinkels an, indem Dialogfenster für eine maßgenaue Werteintragung zur Verfügung gestellt werden. Das Drehen kann ebenfalls über spezielle Anfasser erfolgen (Video 4). Diese werden in Form von Doppelpfeilen sichtbar, die die Änderungsrichtungen angeben. Das Drehen über Anfasser ist sinnvoll, um den Winkel intuitiv den Wünschen angepasst einzurichten. Der Drehpunkt kann dabei mit der Maus an beliebige Stelle gezogen werden.