

Einfarbfüllung
Die einfachste Füllung ist einfarbig (Einfarbfüllung). Das in der Regel geschlossene Objekt bekommt eine einzige Farbe zugewiesen.
Eine individuelle Farbzuweisung ist für jedes Objekt getrennt möglich.
Farbverlauf
Eine Farbgebung für das einzelne Objektinnere muss nicht unbedingt
einheitlich ausfallen. Ebenso sind Verläufe von einer Farbe in eine
andere ohne Schwierigkeiten machbar. Mit Farbverlauf
bezeichnet man den allmählichen Übergang von einem Start- zu
einem Zielbereich. In Ergänzung dazu kann der Verlauf vertikal, strahlenförmig,
kegelförmig, radial, konisch, quadratisch, konzentrisch und mit anderen
Effekten erfolgen (Bild 2) oder beispielsweise mit abnehmender Transparenz
versehen werden.
Die Qualität der Farbübergänge
ist abhängig von der zur Verfügung stehenden Farbpalette. Bei lediglich 16 Farben sind z. B. die weichen Übergänge eines
Regenbogens wegen der begrenzten Farbauswahl auf keinen Fall zu erwarten;
die Qualität der Farbübergänge nimmt mit steigender Zahl
an verfügbaren Farben entsprechend zu.

Dialogfenster zur Auswahl von Füllmustern
Damit aber immer noch nicht genug. Die meisten Zeichenprogramme verfügen
über Funktionen, mit denen Vektorobjekte selbst mit Pixelgrafiken
aufgefüllt werden können. Füllmuster lassen sich daher
auch aus dem Import von fertigen oder selbst entworfenen Pixelgrafiken
gewinnen (Bild 3). Entweder steht dafür ein kleines Hilfsprogramm
zur Verfügung oder man greift auf einschlägige Programme zur
Bearbeitung von Pixelgrafiken zurück.
Wie sich Pixelgrafiken im Vektorobjekt schließlich ausbreiten, ist
im weiten Umfang wählbar. Normalerweise ist es ja nicht ganz unproblematisch,
Vektor- und Pixelgrafiken miteinander zu verknüpfen. Vektorgrafiken
sind im theoretisch unendlichen Raum frei skalierbar, Pixelgrafiken in ihren Abmessungen durch die Zahl der Punkte exakt definiert
und begrenzt. Um den optisch besten
Kompromiss zu finden, stehen verschiedene Einstellungen zur Auswahl. So
kann die Größe der Pixelfüllung dem Objekt angepasst werden,
was, wenn nicht genau für eine bestimmte Größe und Form
zugeschnitten, zwangsläufig zu Verzerrungen führt.
Häufig angewandt findet man auch Bildmotive, ggf. stark verkleinert,
als Kacheln im Objekt verteilt.

Objekte füllen
in Anwenderprogrammen
So wie heute Vektorgrafiken oft schon selbstverständliche Bestandteile
sehr vieler Anwenderprogramme sind, sind auch die adäquaten Füllungen in zahlreichen Anwenderprogrammen
möglich. Eine riesige Auswahl an Füllmöglichkeiten ist beispielsweise
mit diversen Zeichentools in Textverarbeitungsprogrammen gegeben, wie das Video 1 am Beispiel von MS Word für Windows demonstriert.
Typisch sind Grafiken auch zur bildlichen Illustration
von Zahlenausdrücken in Tabellenkalkulationsprogrammen. Die Zahlenkolonnen können z. B. als Säulen-, Torten-, Balken- oder
Zylinderdiagramme aufbereitet werden. Die darstellenden Grafikelemente lassen
sich mit Farben, Mustern oder auch mit Pixelgrafiken füllen (Bild 4).