In Zeichenprogrammen lässt sich jedes einzelne Objekt spiegeln. Man erhält im Ergebnis seitenverkehrte Verhältnisse zum Original. Das Spiegeln kann:
Die Funktion Spiegeln bezieht sich dabei immer auf die aktive
Auswahl, also nicht zwangsläufig auf ein einzelnes Objekt. Auf
diese Weise wird es möglich, die zu spiegelnden Teile der Grafik
nach Belieben festzulegen.
Beim Spiegeln über den Menübefehl ohne besondere zusätzliche
Angaben bleiben die Abmessungen des Objektes bzw. der Auswahl erhalten
und das Spiegelbild erscheint als Kopie zentriert über dem Original.
Es ist jedoch auch möglich, den Spiegelpunkt
außerhalb des Zentrums festzulegen und das Spiegelbild horizontal
und vertikal zu dehnen oder zu stauchen (siehe unten: Spiegeln über
Anfasser).
Horizontale und vertikale Spiegelung
Die horizontale Spiegelung
bewirkt, dass das, was links war, rechts erscheint und umgekehrt.
Die vertikale Spiegelung
bewirkt im Grunde dasselbe, nur richtungsverschieden um 90°. Was oben
war, erscheint unten und umgekehrt (Bild 1).
Diagonale Spiegelung
Manche Zeichenprogramme ermöglichen auch eine diagonale
Spiegelung. Je nachdem, in welchem Winkel der imaginäre Spiegel
zum Originalobjekt steht, erscheint dann das jeweilige Ergebnis.

Spiegeln
über Anfasser
Normalerweise bleiben beim Spiegeln die Abmessungen
erhalten. Das Spiegelbild hat seitenverkehrt die gleichen Abmessungen
wie das Original. Spiegelungen können jedoch auch über die Anfasser
markierter Objekte verwirklicht werden.
Man zieht einen Anfasser zum Objekt hin und über das Objekt heraus.
Bei dieser Art von Spiegelung kann das Ergebnis je nach Ziehweite in beliebiger
Größe dargestellt werden (Video 1). Je nachdem, welcher Anfasser
dabei bedient wird, sind so horizontale, vertikale und diagonale Spiegelungen
in alle Richtungen machbar. Allerdings sind die Spiegelungsunterschiede
zu beachten. Während beim diagonalen Spiegeln das Original in den
Proportionen von Breite und Länge des Objekts unverfälscht erhalten
bleibt, wird das Abbild beim horizontalen und vertikalen Spiegeln verzerrt.
Die Breite bzw. die Länge erscheint gestaucht
oder gestreckt, wird der Anfasser nicht
haargenau auf die negative Ursprungslänge über das Objekt hinweggezogen.