
(2) Combinepainting, engl. = kombinierte Malerei,
ist eine Bezeichnung für Objekte ROBERT RAUSCHENBERGs, der ab 1953
Assemblagen mit Malerei kombinierte. Diese Benennung wurde später
auf ähnliche Werke anderer Künstler übertragen.
(3) Frottage, frz. = das Reiben, bzw. Abreibung, Durchreibung,
ist ein grafisches Verfahren, bei dem Papier auf prägende Unterlagen
(Holz, Metall, Steine, Textilien) gedrückt und mit Grafit abgerieben
wird.
(4) Decollage ist eine moderne Bildform, die durch destruktive
Veränderung vorgefundener Materialien entsteht, durch Abreißen,
Zerschneiden, Übermalen oder Ausbrennnen.
Materialeigenschaften
Werden Techniken verwendet, um dreidimensionale Materialien zu verbinden,
dann gibt es je nach Materialeigenschaften
unter anderen die Möglichkeit sie
Kinetische Plastik
Ein spezieller Bereich der Objektkunst ist die kinetische
Plastik. Sie umfasst alle Objekte, bei denen bewegliche Elemente für
einen besonderen optischen und manchmal auch akustischen Reiz sorgen.
Die Darstellung von Bewegung kann auch illusionistisch erzeugt werden
durch den Einsatz von lichtdurchlässigen oder reflektierenden Materialien.
Ready-mades
Erste Objektkunst wurde mit MARCEL DUCHAMPs sogenannten "Ready-mades"
(5) bekannt, das er "Fahrrad-Rad" nannte. Durch das Zusammenfügen
des Vorderrades eines Fahrades und eines Hockers hatte er die erste bewegbare
Plastik hergestellt. Zum Eklat kam es, als er 1917 auf dem 1. Salon der
Unabhängigen von New York (Society of Independents) ein Urinoir vorstellte,
das er "Fontäne" nannte. Man schloss ihn aus der Jury der
Ausstellung aus.
(5) Readymade, engl. = fertig gemacht, gebrauchsfertig
Mobile und Stabile
ALEXANDER CALDER (1898-1976) entwickelte kinetische Objekte, die
in Mobile und Stabile zwei verschiedene Aufbauprinzipien verdeutlichen
(Bilder 1, 2).
Bei einem Mobile (lat. mobilis
= beweglich, veränderlich, biegsam, Bild 2) handelt es sich um eine
hängende Konstruktion von mehreren Stäben, an denen kleine Objekte
hängen. Alle Teile können sich umeinander drehen, ohne sich
zu berühren. Durch einen Windhauch wird das Mobile in Bewegung gesetzt
und bietet so ständig neue Ansichten der Elemente.
Ein Stabile (Bild 1) besitzt einen
Sockel, auf dem bewegliche Teile montiert werden. Diese werden häufig
elektrisch in Bewegung gesetzt und bieten so ebenfalls eine variable Optik.
Neben CALDER gilt der Maler, Bildhauer und Experimental-Künstler
JEAN TINGUELY (1925-1991) als Hauptvertreter kinetischer Kunst. Im
Tinguely-Museum in seiner Heimatstadt Basel sind viele seiner beweglichen
Skulpturen ausgestellt. Charakteristisch für seine Kunst sind die
maschinenartigen Skulpturen, die mit Elektromotoren bewegt werden.
Assemblage
Zu den Objektkünsten gehört auch die Assemblage.
Die Assemblage ist die Weiterentwicklung der Collage und bezeichnet ein
Materialbild mit räumlicher Wirkung.
Die Materialfragmente, zuvor angefertigte oder gefundene plastische Elemente,
werden auf einer Fläche montiert.
Aus den Bereichen Assemblage und Combinepainting entwickelte sich in der
zweiten Hälfte des 20. Jh. das Environment
und erhielt Anregungen aus der Happeningbewegung. Es werden verschiedene
Materialien oder Gebrauchsgegenstände in eine ungewohnte Raumanordnung
gebracht. Dabei wird der Betrachter direkt mit einbezogen. Bedeutende
Vertreter sind u. a. JOSEPH BEUYS, ROBERT RAUSCHENBERG, CLAES OLDENBURG,
ALAN KAPROW und EDWARD KIENHOLZ.
Der Begriff Environment wurde weitestgehend von den Begriffen Rauminstallation
und Videoinstallation abgelöst.