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Antike römische Kunst 5.Jh.v. Chr.– 6.Jh.n. Chr. |
Spätantike und frühchristliche
Kunst 3.–6.Jh.n. Chr. |
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Katakomben- malerei Wand- u. Ge- wölbe- mosaiken in Kirchen |
Von der Gründung Roms bis zum
Zerfall des Reiches
Die Anfänge römischer Geschichte werden gern mit einer Sage
in Verbindung gebracht. Diese erzählt, dass die Zwillinge ROMULUS
und REMUS vom Vater nach ihrer Geburt ausgesetzt, jedoch von einer Wölfin
gesäugt (Kapitolinische Wölfin, Bild 1) und einem Hirten
großgezogen wurden. Bei der Gründung Roms 753 v. Chr. soll
ROMULUS seinen Bruder im Streit erschlagen und sich selbst zum ersten
König ernannt haben.
Im 8. Jh. v.Chr. gründeten die Etrusker in Mittelitalien
die Stadt Rom. In der Frühzeit
römischer Geschichte herrschten dort etruskische Könige. Sie
beriefen einen Rat, in dem die Oberhäupter der alten Geschlechter
(Gentes) und Sippenhäuptlinge vertreten waren. Es entstand ein Geburtsadel
(Patriziat), der sich von den sogenannten Plebejern (alle Menschen,
die nicht zum Adel gehörten) abhob. Kämpfe mit den Nachbarstädten
führten zur Beseitigung des Königtums und der Vertreibung des
letzten etruskischen Königs im 6. Jh. v. Chr.
Die Römische Republik
Nach der Beseitigung des Königtums wählten die Patrizier aus
ihren Reihen zwei Jahresbeamte (Prätoren, später Konsuln genannt).
Als höchstes politisches Organ in der Zeit der Römischen
Republik (um 509 v.Chr.-27 v. Chr.) übten
die Patrizier im Senat die Macht aus.
Doch die politische Rechtlosigkeit der Plebejer in dieser Adelsrepublik
führte zum Ständekampf mit den Patriziern. Dieser Kampf zwang
dem Senat Zugeständnisse bis zur rechtlichen Gleichstellung der Plebejer
mit den Patriziern ab. Grundbesitzende Patrizier und reiche Plebejer verschmolzen
zur Nobilität - einem Amtsadel, mit dem eine feste Ämterlaufbahn
möglich wurde.
Nachdem die Römer bereits um 470 v. Chr. die Vorherrschaft in Italien
übernommen hatten, dehnten sie ihre Herrschaft bis ca. 266 v. Chr.
durch Eroberungen, Verträge, Bündnisse und Koloniengründungen
auf fast ganz Italien aus. Außeritalisch besiegte Rom in den drei
Punischen Kriegen
seinen Hauptwidersacher Karthago und
zerstörte das punische Reich vollständig. Die Provinz Afrika
entstand. Nach der Eroberung von Sizilien und Spanien, Griechenland, Syrien
und Kleinasien beherrschte das
Imperium Romanum den gesamten Mittelmeerraum. Innenpolitische, ökonomische
und soziale Strukturkrisen waren die Folge. Ein abgestuftes Bundesgenossensystem
mit unterschiedlichen Einzelverträgen sollte die römische Herrschaft
auf Dauer sichern.
Die römische
Wehrgemeinschaft bestand nun aus:
Die nicht römischen Bundesgenossen erzwangen u. a. das römische
Bürgerrecht. Aber die Versklavung und Ausbeutung der unterworfenen
Völker, Intrigen innerhalb des Senats u. a. führten immer
wieder zu Bürgerkriegen. Der Senat versuchte eine militärische
Stabilisierung, in dem er das römische Bauernheer durch ein Heer
aus Berufssoldaten ersetzen ließ.
In dieser Zeit erschütterte der Sklavenaufstand
unter SPARTAKUS (73-71 v.Chr.) Italien. Auch die Beziehungen von
CÄSAR (Bild 2) und ANTONIUS zur
ägyptischen Königin KLEOPATRA
VII. (71 v.Chr.-30 v.Chr.) führten zu Machtkämpfen.
Das Ziel KLEOPATRAs, der ägyptischen Dynastie und dem Land neuen
Glanz zu geben, wurde von ANTONIUS gefördert. Sein politischer Gegner
OKTAVIAN kämpfte offiziell gegen KLEOPATRA. In der Entscheidungsschlacht
bei Aktium verlor KLEOPATRA und tötete sich durch Schlangenbiss.
KONSTANTIN I. (306-337, Bild 4) gewährte 313 den Christen
Religionsfreiheit und
verlegte seine Hauptstadt nach Konstantinopel. Ende des 4. Jh. wurde
das Christentum zur Staatsreligion.
395 wurde das Römische Imperium in ein Oströmisches
und ein Weströmisches
Reich geteilt. Durch die Einfälle der "Barbaren",
die auf ehemals weströmischem Territorium eigene Reiche gründeten,
löste sich das Weströmische Reich unter schnell wechselnden
Kaisern um 480 auf. Das Oströmische Reich bestand noch
über ein Jahrtausend unter dem Namen Byzantinisches
Reich (395-1453) bis zur Eroberung Konstantinopels durch die
Osmanen.