

Sakralbauwerke
Sakralarchitektur (lat.
"sacer" = heilig) ist die zusammenfassende Bezeichnung für alle
Bauten, die kultischen und religiösen Zwecken dienen:
Synagoge
Das Gottesdienstgebäude jüdischer
Gemeinden, die Synagoge
(griech.: "Versammlung, Vereinigung"), hat sich im Lauf der
Jahrhunderte äußerlich an unterschiedlichen Bauformen der sakralen
und profanen Architektur orientiert. In Deutschland bildeten sich zwei
Architekturtypen von
Synagogen ohne regionale Bindung heraus, die gleichzeitig existierten:·
Die jüdischen Gotteshäuser sind auf den
Tempelplatz von Jerusalem ausgerichtet.
Zur Inneneinrichtung
gehören:·
An der Rückseite vieler Synagogen befindet sich
ein steinerner Ehrensessel, der
"Lehrstuhl des
Moses". Dem Gebäude angegliedert
sind meist
Die Architekten der Berliner Synagoge (1859-1866), EDUARD KNOBLAUCH (1801-1865) und FRIEDRICH AUGUST STÜLER (1800-1865), bauten in dieser Zeit das größte jüdische Gotteshaus der Welt. Sie versuchten, die "morgenländischen" Ursprünge des Judentums durch einen orientalisierenden Historismus deutlich zu machen (Bild 2). In ihrem architektonischen Entwurf ließen sie sich vom maurischen Stil der Alhambra inspirieren.1938 wurde die Synagoge in der "Reichskristallnacht" geschändet und im Zweiten Weltkrieg 1943 durch Bomben zerstört. Der Wiederaufbau der straßenseitigen Teile des Gebäudes begann 1988. Dabei wurden noch vorhandene originale Bauteile konserviert und die zerstörten Bereiche behutsam und sichtbar rekonstruiert (Bild 3).