

Unter sakraler Kunst (von lat. sacer = heilig) werden alle Kunstwerke
zusammengefasst, die sich inhaltlich mit einem religiösen Kult beschäftigen
und im Bezug zu einer Kulthandlung stehen oder Teil eines religiösen
Bauwerkes sind.
Sakrale Plastik bezeichnet
somit Werke der bildhauerischen Kunst, die in religiösen Gebäuden
aufgestellt werden und/oder mit einer religiösen Thematik verbunden sind. Das können
sein.
Sie können ebenso in Nischen aufgestellt, auf Simsen postiert, als
Portalplastiken präsent sein. Ebenso zählen Goldschmiedearbeiten,
die plastisch gestaltet sind, dazu.
Christentum
Zentrales Thema des Christentums
ist die Kreuzigung Jesu. Allein dies kann auf vielfältige Weise plastisch
ausgedrückt werden. Es sind Kreuzwegsdarstellungen, es ist die eigentliche
Kreuzigungsszene, es sind Grablegungsszenen und Auferstehungsszenen. Daneben
gibt es weitere Christus-Darstellungen
(Bild 1). Einen zweiten großen Themenkreis nehmen die Mariendarstellungen
ein:
Den dritten Themenkreis stellen die Jünger-
und Heiligenfiguren dar.
Buddhismus
Zentrales Thema des Buddhismus
ist die Darstellung Buddhas (Bild 2). In der frühbuddhistischen Kunst
gab es noch keine Buddhafiguren, es wurden vorwiegend buddhistische Symbole
hergestellt. Mit dem Hellenismus begann man, Buddhabildnisse zu schaffen,
sowohl in der Malerei als auch in der Plastik. Es entwickelte sich ein
gewisser Kanon heraus, in welchen Proportionen Buddha darzustellen sei.
Einige Darstellungsformen Buddhas sind:
Amitábha = der von unendlichem Glanz
Avalokitesvara = der gnädige herabblickende Herr
Maitreya = der Barmherzige
Neben Buddha-Darstellungen gibt es auch Darstellungen weiblicher Gottheiten.
Im Buddhismus werden Reliefs (Friese) ebenso geschaffen wie Vollplastiken
und Votivtafeln. Symbolhafte Darstellungen sind
Judentum
Im Judentum sind Darstellungen
des namenlosen Gottes verboten. Das geht zurück auf die Thora: "Du
sollst dir kein Bild machen", spricht der Herr. Beispiele
für plastische Kunst können sein:
Islam
Der Islam verbietet die Darstellungen
Allahs. Deshalb findet man in der islamischen Kunst vorwiegend florale
Motive. Diese finden sich vor allem in Form des Reliefs wieder. Es gibt
jedoch vereinzelt auch figurale Darstellungen innerhalb der islamischen
Kunst. Da sie vorwiegend Patronatskunst
war, bestimmten die Auftraggeber die Kunstinhalte: Herrscher, hohe Beamte
und Militärführer. Manche Herrscher hielten sich nicht an das
Bilderverbot. Deshalb finden sich z.B. bei den Samaniden auch Keramiken
mit Menschen- und Tierdarstellungen.