Werbung als spezielle Form der Kommunikation
Werbung
ist geplante, öffentliche Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung
von
Massenmedien mit dem Ziel der Veranlassung
bestimmter Handlungen der angesprochenen Zielgruppe. Neben der
- klassischen Produktwerbung (Wirtschaftswerbung,
Absatzwerbung) gehört
- die Propaganda, als Verbreitung
politischer oder kultureller Ideologien und
- die Veranstaltungsinformation
zur Werbung.
Ziele der
Werbung:
- Beeinflussung einer bestimmten Zielgruppe
- Veranlassung zu freiwilligen Handlungen
- Wecken von Bedürfnissen
- Verbreitung von Sachinformationen
- Aufwertung des Images z.B. einer Institution, Firma oder Marke
- Stimulierung des Konsums, Verkauf von Produkten (Wirtschaftswerbung)
Werbeträger
und Werbemittel sind:
|
Werbeträger
|
Werbemittel
|
|
dienen der Übertragung der Werbebotschaft vom
Sender zum Empfänger
|
- Printmedien
- audio- visuelle Medien
- Innen- und Außenwände
- Schaufenster
(Bild 6)
- Verkaufsstätten
- Transportmittel
- Bildschirme (Internet)
|
- Anzeigen in Printmedien z. B. in Zeitungen
- Plakate, Kataloge
- Lichtreklame (Bild 5)
- Werbespots im Fernsehen, Rundfunk -
- Werbeveranstaltungen
- Bannerwerbung, Pop-Up-Fenster
|
Gestaltung eines Werbelayouts
Werbelayouts in Printmedien
unterliegen in der Gestaltung den grundsätzlichen Gestaltungskriterien
der Typografie, wobei alle Gestaltungsmittel die Zielorientierung
(z. B. Wirtschaftswerbung = Verkauf) unterstützen. Alle Elemente sind
künstlerisch durchdacht, nichts wird dem Zufall überlassen, wobei die
Künstlichkeit vom Empfänger selten zu durchschauen ist. Die Werbung richtet
sich an das Bewusstsein und spricht bestimmte soziale Verhaltensweisen
der Zielgruppen an.
AIDA-Prinzip
In der Werbepsychologie unterscheidet man (nach dem AIDA-Prinzip)
unterschiedliche Werbestrategien:
Das AIDA-Prinzip, auch AIDA-Regel, bezeichnet ein Stufenmodell der Werbewirksamkeit,
welches 1898 von E. ST. ELMO LEWIS ursprünglich für das Führen
von Verkaufsgesprächen entwickelt wurde.
|
Bedeutung
|
Inhalt
|
Gestaltung
|
| A = ATTENTION |
- Aufmerksam-
keit des Betrachters
muss erregt werden (Bilder 2, 4)
- Blick muss gefesselt werden
- Neugier wird geweckt
|
Blickfang (Bilder 1-4)
schaffen:
- Fangfoto, optischen Reiz
schaffen (besondere Größe, Formate, ungewöhnliche Farben Schriften
usw.)
- Motivwahl: nackte Haut, niedliche
Tiere, außer-
gewöhnliche Kombinationen oder Situationen
|
| I = INTEREST |
- Interesse des Betrachters
soll gebunden werden
- Betrachter soll sich intensiver mit der Werbe-
botschaft befassen
|
- bildhaft dargestellte Situation
wird erzählt (nur ein Bild)
- Situations-
komik wird dargestellt
(Bild 4)
- unerwartete Pointe, Andeutungen,
mögliche Zweideutigkeiten
- Darstellung eines Witzes, eines
Rätsels
|
| D = DESIRE |
- Betrachter wird rational und emotional überzeugt, das Produkt
zu erwerben
- Vernunfts-
gründe sprechen besonders den kritischen Verbraucher
an, emotionale Versprechun-
gen zielen auf den verführbaren (unmündigen)
Verbraucher
- emotionale Verkaufs-
gründe gewinnen bei der Vielzahl gleichartiger
Produkte an Bedeutung
|
- rational:
- besondere Vorteile des
Produkts werden benannt (technische Daten, Preis-Leistungs-
verhältnis
usw.)
- emotional:
- Produkt bekommt bestimmtes Image,
welches auf den Käufer abfärbt
(cooles Produkt = cooler Nutzer)
- Produkt verspricht Erfolg,
Produkt als Statussymbol
- Ängste und Hoffnungen
werden angesprochen: Produkt als Helfer
- Überwindung eigener Defizite
durch Gebrauch des Produktes wird versprochen (erreichen von Liebe,
Zuneigung, Attraktivität usw.)
|
| A = ACTION |
- Kaufanstoß
- Kauf des Produktes wird erleichtert oder ausgelöst
- Produkt soll benannt und im Geschäft wiedererkannt werden
|
- indirekt:
- Abbildung des Produktes, des Markenzeichens
- Verwendung produkttypischer Farben
- Wiederholung des Produktnamens
- direkt:
- textliche Aufforderungen zum Kauf ("Los,
los.")
- Drängung zum sofortigen Kauf
(nur in dieser Woche, einmaliges Angebot
...)
- Kontakt-informationen, wie
Adressen, Hotlines usw.
|