





ARNOLD SCHÖNBERG (Bild 1) wurde am 13.09.1874 in Wien als Sohn des Kaufmanns SAMUEL SCHÖNBERG und dessen Frau, der Klavierlehrerin PAULINE (geb. NACHOD) geboren. Im Wesentlichen war er auf dem Gebiet der Musik ein Autodidakt. Der nur einige Monate währende Kontrapunktunterricht seines späteren Schwagers ALEXANDER VON ZEMLINSKY (1871-1942) beeinflusste ihn um 1890, in spätromantischer Tradition zu komponieren.
Tonale Schaffensphase (1897-1907)
1901 siedelte SCHÖNBERG nach Berlin über und arbeitete
Mit GUSTAV MAHLER (1860-1911) verband ihn seit dieser Zeit eine enge Freundschaft.
In dieser Phase seines kompositorischen Schaffens knüpfte er vor
allem an
an. Hauptsächlich repräsentieren sein Streichsextett "Verklärte Nacht" op. 4 (1899, Bild 5) sowie die sinfonische Dichtung "Pelleas und Melisande" op. 5 (1903) diesen Bezug. Er entwickelte aber zunehmend einen eigenen musikalischen Stil, der durch die allmähliche Lösung von der Tonalität schon die spätere Entwicklung erkennen ließ. Für diesen Stil stehen die letzten Kompositionen dieser Periode:
Atonale Schaffensphase (1908-1921)
In den Jahren1908-1910 widmete sich SCHÖNBERG vorwiegend der
Malerei und hinterließ 70 Gemälde. Nachdem er 1910 für
kurze Zeit Leiter von Kompositionskursen an der Wiener Musikakademie war,
ging er 1911 wieder nach Berlin. In diesem Jahr erschien schließlich
die theoretische Abhandlung "Harmonielehre",
die auf seinen Kompositionskursen basierte.
Auf der Suche nach neuen kompositionstechnischen Gestaltungsmitteln führten
ihn die Werke seiner 2. Schaffensperiode an die Grenzen der Tonalität
und darüber hinaus in Bereiche der Atonalität.
Als erste bedeutende Kompositionen dieser nichttonalen Musik gelten wohl
die "15 Lieder nach STEFAN GEORGE
op. 15" (1908/09) und die "3 Klavierstücke
op. 11" (1909). Mit dem 1918 gegründeten "Verein
für musikalische Privataufführungen" in Wien schuf
SCHÖNBERG sich eine Plattform für die Aufführung seiner
atonalen Werke.
Zwölftönige Schaffensphase
(1921-1951)
Diese 3. Schaffensphase SCHÖNBERGs ist geprägt durch die
zwar nicht ausschließlich von ihm "erfundene", aber doch
grundlegend in ihren Regeln ausgearbeitete "Methode
der Komposition mit 12 nur aufeinander bezogenen Tönen" (um 1920). In den
ist diese neue Methode erstmalig verwirklicht. Die Zwölftonmusik wurde jedoch nicht zum Selbstzweck geschaffen, sondern diente in ihrer variablen Anwendung dem primären Ziel, der Musik eine rationale Grundlage zu geben. Gelegentlich kam es in dieser Periode auch wieder zu einigen tonalen Kompositionen. Bevor SCHÖNBERG unter dem Zwang des Hitlerregimes 1933 in die USA emigrierte, schrieb er seine einzige Oper "Moses und Aron" (1930-1932). Nach einer langen Lehrtätigkeit an der University of California Los Angeles (UCLA) starb SCHÖNBERG am 13.7.1951 in Los Angeles.
Wirkungen SCHÖNBERGs und Reaktionen
auf seine Musik
Schon bei seinen atonalen Werken stieß SCHÖNBERG auf vehemente
Ablehnung seitens des Publikums. Die Werke seiner dodekaphonen Phase provozierten
bei ihren Aufführungen regelrechte Skandale. Erst nach dem Zweiten
Weltkrieg fand sein Prinzip der zwölftönigen Komposition allgemeine
Anerkennung. Die von ihm begründete Zweite
Wiener Schule wurde in Kompositionen ALBAN BERGs und
ANTON WEBERNs (Bild 6) weitergeführt. Die Zwölftonmusik bildet die Grundlage
für die serielle Musik.
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