

Noten und Pausen, Notensystem
und Schlüssel
Zur schriftlichen Festlegung von Tönen nutzt man Noten.
Ihre Gesamtheit heißt Notenschrift
oder Notation.
Noten werden in einem System aus 5 Notenlinien und 4 Zwischenräumen
geschrieben und von links nach rechts gelesen.
Notensymbole enthalten Informationen über die relative Dauer eines Tons und über seine Tonhöhe (s. auch Hörbeispiel 1).
| Wenn eine Note über das Notensystem hinausragt, erhält sie eine oder mehrere Hilfslinien. | ![]() |
Der Notenschlüssel am Anfang eines Notensystems legt fest, wie die folgenden Noten heißen. Es gibt c-, f- und g-Schlüssel:
| Violinschlüssel
|
Altschlüssel | Bassschlüssel | |
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| Zu jedem Notenwert gibt es einen entsprechenden Pausenwert. | ![]() |
Die zeitlichen Notenwerte sind Ganze, Halbe, Viertel, Achtel, Sechzehntel usw.; außerhalb dieser steten Zweiteilung stehen
Die Notenwerte repräsentieren in der modernen Notation nur das relative Längenverhältnis (eine Halbe Note = zwei Viertelnoten); über die absolute Dauer der Note sagt der Notenwert nichts aus.
Stammtöne, Vorzeichen
und Oktavbereich
Es gibt sieben Töne ohne Vorzeichen (Stammtöne).
Diese Töne entsprechen den weißen Tasten der Klaviatur und
lassen sich in Form einer Tonleiter (C-Dur) anordnen.
Die sieben Tonnamen der Stammtonreihe wiederholen sich nach einer Oktave:
Zur Unterscheidung werden die Tonnamen der verschiedenen Oktavbereiche
mit Zusätzen versehen:
c (kleines c), c (eingestrichenes c) usw. (Bild1).
Alle Stammtöne lassen sich durch ein Versetzungszeichen
auf die Tonhöhe des benachbarten Halbtons erhöhen oder erniedrigen.
Dann wird an den Namen des Stammtons die Silbe "-is" oder "-es"
angehängt.
Ein Auflösungszeichen
hebt diese Versetzung wieder auf. Versetzungszeichen gelten nur für
einen Oktavbereich und nur für einen Takt. Soll die Versetzung für
das ganze Stück gelten, schreibt man die Versetzungszeichen als Vorzeichen
an den Anfang jedes Notensystems.
Die Erniedrigung oder Erhöhung eines Stammtons nennt
man Alteration.
Ein Stammton kann auch doppelt alteriert werden. Er wird dann mit einem
Doppelvorzeichen versehen, und der Tonname erhält den Zusatz "-isis"
oder "-eses".

Ausnahmen: b statt hes, es statt e-es,
as statt a-es, heses statt bes, asas statt a-eses.
Dynamik-, Tempo- und Vortragsbezeichnungen, Angaben zum Ablauf
| Dynamik- bezeich- nungen (s. auch Hörbeispiel 2) |
pp (pianissimo):
sehr leise; p (piano): leise; mp (mezzopiano): halbleise; mf (mezzoforte): halblaut f (forte): laut; ff (fortissimo): sehr laut |
dim. (diminuendo):
leiser werdend cresc. (crescendo): lauter werdend |
| Artikulation
und Spielweisen |
legato:
gebunden; marcato: markiert; staccato: abheben, trennen |
arpeggio:
Akkord gebrochen spielen; pizzicato: mit dem Finger zupfen; con sordino: mit Dämpfer |
| Tempo- bezeich- nungen und Tempo- verläufe |
largo:
breit; andante: gehend; allegro: fröhlich (schnell); vivace: lebhaft |
rit. (ritardando):
langsamer werdend acc. (accelerando): schneller werdend; a tempo: im früheren Tempo |
| Vortrags- bezeichnungen |
giocoso:
scherzhaft energico: energisch |
|
| Angaben zum Ablauf | Wiederholungszeichen, Voltenklammern, da Capo und dal Segno, Sprung und Kopf | |
| Verzierungen, Abbreviaturen |
Triller, Mordent, Arpeggio, Tremolo, "Faulenzer", Vorschlag | |
Dynamik-, Artikulations- und Tempobezeichnungen sowie allgemeine Vortragsanweisungen
werden erst mit dem Beginn der Klassik zum festen Bestandteil der Musiknotation.
Notation für Ensembles
Für die unterschiedliche Besetzung von Musikstücken gibt es
jeweils geeignete Notationsarten:
Spezialnotation in der
Musik unserer Zeit
Neue Kompositionsprinzipien und die unkonventionelle Behandlung von Instrumenten
erfordern im 20. Jahrhundert neue Notationsformen.
Beispiel 1:
Eine grafische Partitur deutet eine musikalische Aktion nur an. Die genaue Ausführung,
zum Beispiel die Wahl der Töne, steht dem Musiker frei.
Viele Komponisten stellen heute ihren Partituren Zeichen-erklärungen voran,
damit die Musiker die ungewohnten Zeichen richtig interpretieren können.
Beispiel 2:
Die aleatorische Komposition lässt dem Musiker auch den Verlauf des Stückes selbst bestimmen.
Die Noten werden nicht mehr von links nach rechts gelesen.