


Das wichtigste Bauelement einer Antenne ist der Empfangsdidol
oder Sendedipol. Im Dipol ändert
sich periodisch die Stromstärke. Entweder wird die Stromstärkeänderung
durch eine ankommende elektromagnetische Welle im Dipol induziert - dann
wirkt er als Empfänger - oder die periodischen Stromstärkeschwankungen
werden als hochfrequente Wechselströme (mindestens 100 kHz) technisch
in ihm erzeugt. Im letzeren Fall arbeitet der Dipol als Sender und strahlt
elektromagnetische Wellen ab.
Als einfachste Möglichkeit sind Antenne und Dipol identisch. Die
Antenne besitzt dann z.B. die Gestalt eines mehr oder weniger langen Drahtes.
Sie sendet und empfängt elektromagnetische Wellen allseitig.
Viele Anwendungen wie Richtfunk oder
Radar erfordern aber ein gerichtetes
Aussenden und Empfangen elektromagnetischer Wellen. Dazu nutzt man spezielle
Antennenformen, u. a. Parabolantennen (Bild 1).
Außerdem kann die Sendereichweite
und die Empfindlichkeit einer Antenne beträchtlich gesteigert werden,
wenn man die elektromagnetischen Signale nur zu einem bestimmten Ziel
abstrahlt und von dort empfängt. In solchen Fällen werden Antennen
so konstruiert, dass sie neben dem Dipol aus weiteren Baugruppen bestehen,
welche die elektromagnetischen Wellen vor allem reflektieren und bündeln
sollen.