ARTHUR WEHNELT wurde am 4. April 1871 in Rio de Janeiro geboren. Nach
Schulausbildung und Studium war er ab 1904 in Erlangen Professor für
Physik. Ab 1908 arbeitete er in Berlin.
WEHNELT beschäftigte sich zunächst mit Röntgenstrahlung.
Er erfand einen elektrolytischen Unterbrecher für Funkeninduktoren
und einen Härtemesser für Röntgenstrahlung.
Sein Arbeitsschwerpunkt verlagerte sich später auf Untersuchungen
von Gasentladungen und
dem Austritt von Elektronen aus Metallen.
So konstruierte er 1902 eine Anordnung, mit deren Hilfe man bei Elektronenstrahlröhren
die Intensität des Elektronenstrahls und damit die Helligkeit des
Leuchtflecks auf dem Bildschirm regulieren konnte. Diese Anordnung bezeichnet
man heute als Wehneltzylinder
(Bild 1).
1904 entwickelte er eine Oxidkatode
für Elektronenstrahlröhren. Solche Katoden haben die Eigenschaft,
dass die für den Elektronenaustritt erforderliche Energie relativ
klein ist.
ARTHUR WEHNELT starb am 15. Februar 1944 in Berlin.