




Dosenbarometer
Ein Dosenbarometer, auch Federbarometer
oder Aneroidbarometer genannt, dient
zur Messung des Luftdrucks. Es besteht aus einer Metalldose (Druckdose)
mit geringem Druck im Inneren. Diese Dose ist über eine Feder mit
einem Hebelmechanismus verbunden. Der Mechanismus führt zu einem
Zeiger, der sich vor einer Skala bewegen kann (Bild 2). Der Druck im Inneren
der Dose, der Druck durch die Feder und der Luftdruck befinden sich im
Gleichgewicht. Bei normalem Luftdruck wird der Zeiger auf den Wert 1 013
hPa (760 Torr) gestellt. Verändert sich nun der Luftdruck, so wird
die Membran der Dose mehr oder weniger stark verformt. Über den Hebelmechanismus
wird die Bewegung der Membran auf den Zeiger übertragen. An der Skala
kann der jeweilige Wert des Luftdrucks abgelesen werden.
Quecksilberbarometer
Ein Quecksilberbarometer besteht aus
einem U-förmig gebogenen Glasrohr, in dem sich Quecksilber befindet
(Bild 3). In dem einen (linken) Schenkel des Rohres wirkt der Druck des
Quecksilbers, in dem anderen (rechten), nicht abgeschlossenen Rohr wirkt
der Luftdruck. Gleichgewicht besteht dann, wenn beide Drücke gleich
groß sind.
Sinkt der Luftdruck, dann sinkt auch die Höhe der Quecksilbersäule.
Beim Steigen des Luftdruckes wird die Quecksilbersäule länger.
Die Länge der Quecksilbersäule ist somit ein Maß für
die Höhe des Luftdruckes. Bringt man eine Skala an, so kann man den
Druck direkt in Millimeter Quecksilbersäule (Torr) oder auch in einer
anderen Einheit ablesen.
Weitere Arten von Barometern
Verwendet man bei einem Barometer statt Quecksilber Wasser, dann erhält
man ein Wasserbarometer (Bild 4). Ein
solches Wasserbarometer ist im Prinzip genauso aufgebaut und funktioniert
ebenso wie ein Quecksilberbarometer. Füllt man in einen einseitig
geschlossenen durchsichtigen Schlauch oder in ein durchsichtiges Rohr
Wasser und ordnet es so an, dass sich das offene Ende im Wasser befindet,
dann ist im Gleichgewichtszustand der Druck der Wassersäule genau
so groß wie der Luftdruck. Mit Veränderung des Luftdruckes
verändert sich auch die Höhe der Wassersäule. Da aber die
Dichte von Wasser wesentlich kleiner als die Dichte von Quecksilber ist,
muss die Wassersäule wesentlich länger sein als die Quecksilbersäule,
um dem Luftdruck das Gleichgewicht zuhalten. Es gilt:
760 mm Quecksilbersäule entsprechen 10,33 m Wassersäule.
Ein solches Wasserbarometer kann man sich aus durchsichtigem Schlauch
selbst bauen.
Beachte: Erforderlich ist eine Höhe
von mindestens 10 m.