

Bildkonstruktion bei Zerstreuungslinsen
Zur zeichnerischen Konstruktion von Bildern reicht es aus, den Verlauf
einiger charakteristischer Strahlen durch Zerstreuungslinsen zu kennen.
Genutzt werden zur Bildkonstruktion Parallelstrahlen,
Brennpunktstrahlen
und Mittelpunktstrahlen
(Bild 2).
Wenn diese Strahlen an einer dünnen Zerstreuungslinse gebrochen werden,
so gilt unter der Bedingung achsennaher Strahlen:
Bei den Brennpunktstrahlen ist zu beachten, dass sie sich im Unterschied zu Sammellinsen immer auf den Brennpunkt auf der anderen Seite der Linse beziehen.
Diese drei charakteristischen Strahlen kann man zur Bildkonstruktion
nutzen (Bild 3). Um einen Bildpunkt zu erhalten, reicht es aus, jeweils
zwei Strahlen zu zeichnen. Fertigt man eine maßstäbliche Skizze
an, so kann man aus der Zeichnung die Bildweite
und die Bildgröße
ermitteln.
Unabhängig von der Gegenstandsweite
entsteht durch eine Zerstreuungslinse immer ein verkleinertes, aufrechtes,
seitenrichtiges und virtuelles (scheinbares) Bild
eines Gegenstandes. Das Bild liegt immer auf der gleichen Seite der Linse
wie der Gegenstand.
Berechnung von Größen
Bildgröße und Bildweite kann man mithilfe von Bildkonstruktionen
ermitteln. Es gibt aber auch die Möglichkeit, diese Größen
zu berechnen. Dazu nutzt man die Abbildungsgleichung
bzw. den Abbildungsmaßstab.
Genauere Informationen sind unter diesen Stichwörtern zu finden.