


Angetrieben wird das Blut durch das Herz
(Bild 2), das wie eine Pumpe wirkt. Krankhafte Veränderungen zeigen
sich u.a. beim Blutdruck, insbesondere in Form von Bluthochdruck.
Der Blutstrom in den Gefäßen übt auf die elastischen Gefäßwände
einen Druck aus. Dieser Druck, mit dem das Blut gegen die Gefäßwände
drückt, wird als Blutdruck bezeichnet. Dabei wird zwischen dem systolischen
und dem diastolischen Druck unterschieden.
Systolischer Druck ist
der Druck während der Kontraktion des Herzens. Es ist der höhere
Wert, der Auskunft über die Leistung des Herzens gibt.
Diastolischer Druck
ist der Druck während der Erschlaffung der Herzmuskulatur. Es ist
der niedrigere Wert.
Gemessen wird der Blutdruck mithilfe von Blutdruckmessgeräten, die
sehr unterschiedlich gebaut sein können (Bilder 3 und 4). Zur Messung
wird eine Druckmanschette um den Oberarm oder um das Handgelenk gelegt
und der Druck gemessen. Dabei ist zu beachten: Während der Messung
sollte sich die Manschette in Herzhöhe befinden. Wird das nicht berücksichtigt,
dann treten erhebliche Messfehler auf. Messfehler treten auch durch Bewegungen
während des Messens, Husten, Sprechen usw. auf.
Angegeben werden die Werte für den systolischen und den diastolischen
Druck meist in der Einheit Torr, benannt nach dem italienischen Naturwissenschaftler
EVANGELISTA TORRICELLI (1608-1647). Ein Torr entspricht dem Druck von
1 mm Quecksilbersäule. Häufig wird diese Einheit auch weggelassen.
Ein Wert von 120/80 bedeutet dann: Der systolische Wert beträgt
120 Torr (das sind 16 kPa), der diastolische Wert 80 Torr (11 kPa). Der
genannte Wert liegt im normalen Bereich. Einen bestimmten Normwert
für den Blutdruck gibt es nicht. Wenn der Blutdruck aber auch bei
geringer Belastung ständig über 140/90 liegt, sollte ein Arzt
konsultiert werden. Bluthochdruck kann Anzeichen für eine Erkrankung
sein. Auf jeden Fall müssen die Ursachen untersucht und auch Bluthochdruck
selbst behandelt werden, da bei einer Nichtbehandlung schwerwiegende Spätfolgen
auftreten können.