



Die ersten Mikroskope
Schon 1847 begann er mit er Fertigung einfacher Mikroskope
(Bild 3), die er immer weiter verbesserte. 1861 erhielt er auf der thüringerischen
Gewerbeausstellung für seine Mikroskope eine Goldmedaille als Ehrenpreis,
da "seine Geräte zu den vortrefflichsten
in Deutschland überhaupt angefertigten gehören".
Allerdings gab es beim Bau der Mikroskope trotz aller Fortschritte ein
Problem: Ihr Bau erfolgte nicht auf wissenschaftlicher Grundlage, sondern
man war auf Probieren ("Pröbeln") angewiesen, eine sehr
unsichere und aufwendige Methode.
Zusammenarbeit mit Otto Schott und
Ernst Abbe
Deshalb suchte ZEISS nach einem wissenschaftlichen Berater und fand ihn
1866 in dem jungen, damals noch unbekannten Physiker ERNST
ABBE, der relativ schnell eine Theorie des Mikroskops entwickelte.
Bei der Entwicklung spezieller optischer Gläser entwickelte sich
eine enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmer OTTO
SCHOTT, der sich mit Glasherstellung beschäftigte.
Diese Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Handwerkern erwies sich
als äußerst produktiv. Der Betrieb von CARL ZEISS entwickelte
sich schnell zu einem führenden Unternehmen der sich herausbildenden
optischen Industrie und war auch international führend bei der Herstellung
von Mikroskopen, Fernrohren und Objektiven.
CARL ZEISS leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod am
3. Dezember 1888. Nach seinem Tod schied auch sein Sohn RODERICH ZEISS
aus dem Unternehmen aus. Alleiniger Leiter wurde ERNST ABBE, der seit
1875 Teilhaber war.
ABBE gründete 1889 die Carl-Zeiss-Stiftung
und machte sie 1891 zum alleinigen Eigentümer der Werke in Jena.
Über 150 Jahre Carl Zeiss
1996 feierte das Unternehmen Carl Zeiss sein 150-jähriges Bestehen.
Heute gehört es zu einem der technologisch führenden Unternehmen
mit einer breiten Produktionspalette. Dazu gehören u. a. Spezialmikroskope
für die Chirurgie und Geräte für medizinische Untersuchungen,
große Spiegelteleskope für Sternwarten, Planetarien (Bild 5),
Spezialkameras und Registriergeräte für Flugzeuge und Satelliten,
Präzisionsgeräte für geodätische Messungen und für
die industrielle Messtechnik, hochwertige Ferngläser und Fotoobjektive,
Geräte zur Erzeugung feinster Strukturen bei der Herstellung von
Mikroschaltkreisen.