

Magma
quillt aus dem Erdinneren und kühlt sich allmählich ab (Bild 1).
Dabei gibt es Wärme an die Umgebung ab. Seine thermische
Energie verringert sich.
Wenn wir heißes Wasser brauchen, so müssen wir dem aus der Leitung
entnommenen Wasser Wärme zuführen, indem wir es z. B. auf eine
Herdplatte stellen. Das Wasser nimmt Wärme auf. Seine thermische Energie
vergrößert sich.
Die Wärme, die von einem
Körper an seine kältere Umgebung abgegeben oder die von einem
Körper aufgenommen wird, ist abhängig von
Die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen
Größen sind in der Grundgleichung
der Wärmelehre beschrieben. Die Abhängigkeit der abgegebenen
oder aufgenommenen Wärme vom jeweiligen Stoff wird durch die spezifische
Wärmekapazität charakterisiert. Allgemein gilt:
Die spezifische Wärmekapazität eines
Stoffes gibt an, wie viel Wärme von einem Kilogramm (1 kg) dieses
Stoffes abgegeben oder aufgenommen wird, wenn sich seine Temperatur um
ein Kelvin (1 K) ändert.
| Formelzeichen: | c |
| Einheit: | ein Kilojoule je Kilogramm und Kelvin
|
Bedeutung der spezifischen Wärmekapazität von Wasser
Die Bedeutung der spezifischen Wärmekapazität von Wasser ergibt sich daraus, dass Wasser von allen in der Natur vorkommenden Stoffen mit die größte spezifische Wärmekapazität hat und darüber hinaus gut verfügbar ist. Der Wert von

bedeutet: Ein
Liter Wasser nimmt eine Wärme von 4,19 kJ auf, wenn es um 1 K erwärmt
wird. Es gibt eine Wärme von 4,19 kJ wieder ab, wenn es sich um 1
K abkühlt.
Große Wassermengen können
demzufolge bei Temperaturänderungen große Mengen Wärme
aufnehmen oder abgeben. Deshalb haben größere Seen, Meere oder
Ozeane erheblichen Einfluss auf das Klima.
Im Frühjahr und Sommer wird vom Wasser bei Sonneneinstrahlung aufgrund
der großen spezifischen Wärmekapazität des Wassers viel
Wärme gespeichert. Diese Wärme wird auch der Umgebung entzogen.
An großen Seen und Küsten ist es deshalb im Frühjahr und
Sommer meist nicht so warm wie im Binnenland.
Im Herbst und Winter wird ein erheblicher Teil dieser Wärme an die
Umgebung abgegeben. An großen Seen und Küsten ist es dann milder
als im Binnenland. Durch große Wasserflächen entsteht somit
ein typisches Seeklima
mit relativ milden Wintern und relativ kühlen Sommern.
Beeinflusst wird das Klima in vielen Regionen
auch durch gewaltige Meeresströmungen,
z. B. durch den warmen Golfstrom, der
seinen Ausgangspunkt im karibischen Raum (Mittelamerika) hat und der das
Klima in England, Irland und an der norwegischen Küste deutlich beeinflusst.
Auch in der Technik besitzt Wasser
wegen seiner großen spezifischen Wärmekapazität und natürlich
auch wegen seiner guten Verfügbarkeit große Bedeutung. In Warmwasserheizungen
wird genutzt, dass Wasser aufgrund seiner Wärmekapazität viel
Energie durch Wärme transportiert. Für die Kühlung
von Motoren oder als Kühlmittel
in Kraftwerken wird aus diesem Grunde ebenfalls Wasser verwendet.