Dreheisenmessgeräte oder Weicheisenmessgeräte sind Messgeräte zur Bestimmung der elektrischen Stromstärke bzw. der elektrischen Spannung. Das Messwerk besteht aus einer feststehenden Spule, in der sich ein feststehendes und ein drehbar gelagertes Eisenblättchen befinden. Letzteres ist mit einem Zeiger verbunden. Beide Eisenplättchen bestehen aus leicht magnetisierbarem Eisen (Weicheisen). Bild 1 zeigt den Aufbau eines solchen Messgerätes.
Fließt Strom durch die Spule, so werden die beiden Eisenblättchen gleichsinnig magnetisiert und stoßen einander ab. Die Abstoßung und damit der Ausschlag des Zeigers ist umso größer, je größer die Stromstärke durch die Spule ist. Genutzt wird also die magnetische Wirkung des elektrischen Stromes.
Die Richtung der Magnetisierung der beiden Eisenplättchen ist von der Stromrichtung abhängig. Da beide jeweils gleichsinnig magnetisiert werden, kann mit einem Dreheisenmessgerät sowohl Gleichstrom und Gleichspannung als auch Wechselstrom und Wechselspannung gemessen werden.
Durch die Spule des Messwerkes darf
nur Strom mit einer bestimmten Stärke fließen. Es darf demzufolge
auch nur eine bestimmte Spannung
anliegen.
Will man größere Ströme oder größere Spannungen
messen, muss man durch entsprechende Schaltungen dafür sorgen, dass
am Messwerk selbst nur eine bestimmte Stromstärke bzw. Spannung vorhanden
ist. Weitere Hinweise dazu sind unter dem Stichwort "Messbereichserweiterungen"
zu finden.