
Beim Schweißen werden metallische Werkstoffe miteinander verbunden, indem man sie zum Schmelzen bringt und - in vielen Fällen auch unter Anwendung von Druck - aneinander fügt. Verfahren, bei denen die Schmelzwärme durch Umwandlung von elektrischer Energie freigesetzt wird, bezeichnet man als elektrisches Schweißen.
Man unterscheidet mehrere Technologien zum elektrischen Schweißen. Ihr gemeinsames Merkmal ist die Anwendung hoher Stromstärken. Diese Stromstärken werden meist durch einen Netztransformator bereitgestellt, der sehr viele Primärwindungen, aber nur relativ wenige Sekundärwindungen besitzt. Für die Stromstärkeübersetzung eines verlustlosen (idealen) Transformators gilt die Gleichung:

Daher können im Sekundärstromkreis, sofern die Sekundärspule wesentlich weniger Windungen als die Primärspule hat, starke Ströme induziert werden. Da einige Verfahren des elektrischen Schweißens mit Gleichstrom arbeiten, werden die Ströme im Sekundärstromkreis mitunter auch noch gleichgerichtet.
Das Punktschweißen
Das Punktschweißen
ist eine spezielle Form der sogenannten Pressschweißverfahren. Dabei
werden die zu verbindenden Werkstoffe zwischen zwei Elektroden gebracht,
von denen mindestens eine beweglich ist. An der Übergangsstelle zwischen
den Materialien ist der ohmsche Widerstand besonders hoch. Dort führt
der elektrische Strom zum Schmelzen des Werkstoffes, der gleichzeitig
durch die Elektroden zusammengedrückt wird. Punktschweißverfahren
werden häufig im Karrosseriebau der Automobilindustrie angewandt.
Das Stumpfschweißen
Bei diesem Verfahren werden die Werkstücke in zwei Spannbacken aus
sehr leitfähigem Material, meist Kupfer, eingespannt und zusammengedrückt.
Die beiden Spannbacken sind mit einem Netztransformator verbunden, der
hohe Stromstärken bereitstellt. An der Übergangsstelle zwischen
den Werkstücken ist der ohmsche Widerstand sehr groß. Dort
schmilzt das Metall. Nach Abschalten das Stromes erhöht man noch
so lange den Anpressdruck, bis der Werkstoff wieder erstarrt ist.