Elektrizitätszähler,
auch Energiezähler oder Kilowattstundenzähler genannt, dienen
zur Messung der elektrischen Energie, die man im Haushalt oder in der Industrie
aus dem Stromnetz bezieht. Von den unterschiedlichen Bauarten der Elektrizitätszähler
kommen hauptsächlich Induktionszähler zum Einsatz. Ihr Wirkprinzip
beruht auf der elektromagnetischen Induktion.
Induktionszähler besitzen zwei
Elektromagnete.
Einer der Magnete wird vom
Verbraucherstrom
durchflossen, an dem anderen liegt die
Verbraucherspannung
an. Wird eine
elektrische Energie
über den Zähler bezogen, dann induziert der Verbraucherstrom unmittelbar
in seiner Spule ein Magnetfeld. Die Verbraucherspannung ruft in ihrem Stromkreis
einen Stromfluss hervor, durch den ebenfalls ein Magnetfeld induziert wird.
Allerdings baut sich dieses Feld später als das Feld der Stromspule
auf. Es ist gegenüber dem ersteren Feld phasenverschoben. Beide Magnetfelder
wirken demzufolge insgesamt wie ein
Drehfeld
und versetzen dadurch eine Aluminiumscheibe, in der sie
Wirbelströme
induzieren, in Rotationsbewegung. Ein mit der Aluminiumscheibe verbundenes
Zählwerk registriert
die Anzahl der Umdrehungen, die zu Strom und Spannung proportional ist.
Ein
Bremsmagnet stoppt die Aluminiumscheibe
nach dem Prinzip der Wirbelstrombremse sofort ab, wenn der Verbraucher keine
elektrische Energie mehr aus dem Netz bezieht.