Elektromagnete sind Bauteile, in denen ein Magnetfeld durch einen elektrischen Strom hervorgerufen wird. Elektromagnete bestehen aus einer oder mehreren Spulen. Fließt in der Spule ein elektrischer Strom, dann entsteht um den Leiter ein Magnetfeld. In einer Spule ist der Leitungsdraht in sehr vielen Windungen übereinander gewickelt. Jede einzelne Wicklungsschleife wirkt wie ein kreisförmiger Leiter. Die Einzelfelder der Wicklungsschleifen überlagern sich zu einem intensiven Gesamtfeld. Häufig befindet sich in der Spule ein Eisenkern, durch den das Magnetfeld zusätzlich verstärkt wird. Auf diese Weise erzeugen Elektromagnete größere Feldstärken als Dauermagneten.
Technische Anwendungen
von Elektromagneten
Alle größeren Generatoren
und Elektromotoren sind zur Magnetfelderzeugung
mit Elektromagneten versehen. Auch in der Lichtmaschine des Autos befindet
sich ein Elektromagnet. Elektromagnete finden weiterhin als
Lasthebemagnete und zur Werkstofftrennung - etwa in der Müllsortierung
- Anwendung. Dabei nutzt man aus, dass Elektromagneten auch größere
Metallgegenstände merklich anziehen, während beispielsweise
Kunststoffe keiner derartigen Kraftwirkung unterliegen. Weitere Anwendungen
für Elektromagnete sind verschiedene Relais, die Klingel, Transformatoren
oder Lautsprecher. Elektromagnete sind ein wesentlicher Bestandteil von
elektrischen Schwingkreisen.