Elektromagnetische Induktion
Die
elektromagnetische
Induktion ist ein Vorgang, bei dem durch Bewegung eines elektrischen
Leiters (Bild 1) senkrecht zu den Feldlinien eines magnetischen Feldes zwischen
den Enden des Leiters eine elektrische Spannung und ein Stromfluss erzeugt
werden. Dies kommt dadurch zustande, dass auf Elektronen innerhalb eines
metallischen Leiters bei der Bewegung des Leiters in einem Magnetfeld eine
Kraft (
Lorenzkraft) wirkt (Bild 2).
Die entstehende Spannung nennt man
Induktionsspannung,
den fließenden Strom
Induktionsstrom.
Die Richtung des Induktionsstromes ist davon abhängig, in welcher Weise
sich das von der Spule umfasste Magnetfeld ändert (
Lenzsches
Gesetz).
Nähere Untersuchungen haben ergeben, dass
das Entstehen einer Induktionsspannung nicht an die Bewegung im Magnetfeld
gebunden ist, sondern lediglich an die Änderung des von der Spule bzw.
dem Leiter umfassten Magnetfeldes.
Die Erkenntnisse zur elektromagnetischen Induktion sind im Induktionsgesetz
zusammengefasst:
In einer Spule
wird eine Spannung induziert, wenn sich das
von der Spule umfasste Magnetfeld ändert.
Die Induktionsspannung ist umso größer,
- je schneller sich der räumliche Anteil
des von der Spule umfassten Magnetfeldes ändert (je schneller man
z. B. die Spule im Magnetfeld bewegt),
- je stärker sich das von der Spule
umfasste Magnetfeld ändert,
- je schneller die Änderung der Stärke
des Magnetfeldes erfolgt.
Das Magnetfeld für die elektromagnetische Induktion kann sowohl durch
Dauermagneten als auch durch Elektromagneten erzeugt werden.
Für die Erzeugung von Induktionsspannungen gibt es ganz verschiedene
Anordnungen. Der Betrag der Induktionsspannung in einer Spule ist auch
vom Bau der Spule abhängig. Einige Möglichkeiten sind in Bild
3 dargestellt.
Für eine Spule gilt, dass die in ihr induzierte Spannung umso größer
ist,
- je größer die Windungsanzahl der Spule ist,
- je größer die Querschnittsfläche der Spule ist.
In einer Spule mit Eisenkern wird eine wesentlich größere
Spannung erzeugt als in einer Spule ohne Eisenkern.
Die elektromagnetische Induktion und das Induktionsgesetz wurden 1831 von
dem englischen Physiker MICHAEL
FARADAY
(1791-1867) entdeckt.
Die elektromagnetische Induktion wird heute in vielen elektrischen Geräten
genutzt. Die wichtigsten Anwendungen der elektromagnetischen sind
Generatoren
und
Transformatoren. Genaure Information
dazu sind unter diesen Stichwörtern zu finden.