Ein
Elektroskop
(Bild 1), auch
Elektrometer genannt,
dient dem Nachweis elektrischer
Ladung.
Mit einem Elektroskop kann nachgewiesen werden, ob ein Körper elektrisch
geladen ist.
Die Wirkungsweise des Elektroskops beruht darauf, dass sich gleichartig
geladene Körper abstoßen.
Ein Elektroskop besteht aus einem Metallstab, der mit einem drehbar gelagerten
Metallzeiger verbunden ist.
Berührt man die Spitze des Metallstabes mit
einem negativ geladenen Körper (Bild 2), so gehen Elektronen auf die
Spitze des Metallstabes über. Von dort verteilen sie sich auf den Metallstab
und den Metallzeiger.
Nun sind Metallstab und Metallzeiger negativ geladen. Gleichartig geladene
Körper stoßen sich ab. Da der Zeiger drehbar gelagert ist, wird
er vom Metallstab abgestoßen. Es kommt zu einem Zeigerausschlag.
Wird die Spitze des Metallstabes mit einem positiv
geladenen Körper berührt (Bild 3), so wandern Elektronen von Metallstab
und Metallzeiger zum positiv geladenen Körper, denn ungleiche Ladungen
ziehen sich an. Dadurch entsteht auf dem Metallstab und auf dem Zeiger ein
Elektronenmangel, also positive Ladung. Metallstab und Zeiger stoßen
sich ab.
Mit einem Elektrometer kann man nur nachweisen, ob und wie stark ein Körper
geladen ist, nicht jedoch, welche Ladung er besitzt.
Bei einem Elektroskop kann es bereits zu einem
Zeigerausschlag kommen, wenn ein geladener Körper nur in die Nähe
der Spitze des Metallstabes gebracht wird, diese aber nicht berührt.
Ursache dafür ist die Influenz.
Um die geladene Kugel existiert ein elektrisches Feld. Die im Metallstab
und Metallzeiger des Elektroskop beweglichen negativen Elektronen werden
in diesem Feld abgestoßen. Die Spitze des Metallstabes des Elektroskop
ist dann positiv geladen, der Metallstab und der Zeiger negativ. Da sich
gleichartig geladene Körper abstoßen, schlägt der Zeiger
des Elektroskop aus.
Entfernt man die negativ geladene Kugel, so verteilen sich die negativ
geladenen Elektronen wieder gleichmäßig auf Metallstab und
Zeiger. Der Ausschlag des Zeigers geht zurück.