


Aktivierungsenergie
Viele chemische Reaktionen laufen nicht von selbst ab. So bildet sich
z. B aus Wasser nicht von allein Wasserstoff und Sauerstoff. Eine Kerze
beginnt nicht von allein zu brennen. Die Fotosynthese in Pflanzen erfolgt
nur, wenn Sonnenlicht einfällt und damit Energie zugeführt wird.
Die Energie, die erforderlich ist, um eine chemische Reaktion in Gang zu setzen, wird als Aktivierungsenergie bezeichnet.
Wie groß diese Energie ist, hängt von den Reaktionspartnern
und den gegebenen Bedingungen ab.
Vergleichbar ist das mit der Bewegung einer Kugel über einen Berg
hinweg (Bild 2): Damit sie sich auf den Berg hinauf bewegt, muss ihr Energie
zugeführt werden (Aktivierungsenergie). Dann rollt sie allein den
Berg hinab und gibt dabei Energie ab.
Exotherme chemische Reaktionen
Stoffumwandlungen, bei denen thermische Energie in Form von Wärme
abgegeben wird, nennt man exotherme
chemische Reaktionen. Es wird dabei Energie freigesetzt, die z. B.
genutzt werden kann, um Wärme und Licht abzugeben oder um mechanische
Arbeit zu verrichten.
Typische exotherme Reaktionen sind z. B. das Verbrennen von Benzin im
Zylinder eines Motors oder das Verbrennen von Kohle in einem Ofen. Für
alle diese Reaktionen gilt: Die in den Ausgangsstoffen gespeicherte Energie
ist größer als die in den Reaktionsprodukten enthaltene Energie.
Diese Energiedifferenz wird auch als Reaktionswärme
bezeichnet.
Endotherme chemische Reaktionen
Stoffumwandlungen, die nur erfolgen, wenn Energie in Form von Wärme
zugeführt wird, nennt man endotherme
chemische Reaktionen.
Ein Beispiel für eine solche endotherme Reaktion ist die Entstehung
von Stickstoffmonooxid aus Stickstoff und Sauerstoff. Diese Reaktion "verbraucht"
Wärme. Für alle endothermen Reaktionen gilt: Die in den Reaktionsprodukten
enthaltene Energie ist größer als die in den Ausgangsstoffen
vorhandene Energie.