
Ein Fahrraddynamo (Bild 1), häufig kurz als Dynamo bezeichnet, ist
ein kleiner Generator für
den Betrieb der Beleuchtungsanlage eines Fahrrades. In ihm wird mechanische
Energie in elektrische Energie umgewandelt. Dabei wird das Induktionsgesetz
genutzt.
Aufbau und Wirkungsweise
Die wichtigsten Teile eines Fahrraddynamos sind in Bild 2 dargestellt.
Ein Laufrad ist über eine
Welle mit einem runden Permanentmagneten
verbunden. Innen im Gehäuse befinden sich Spulen,
die mit diesem Gehäuse fest verbunden sind. Der runde Permanentmagnet
kann sich innerhalb dieser Spulen drehen. Aufgrund seines Aufbaus (Induktionsspulen
ruhend, felderzeugender Magnet rotiert) ist ein Fahrraddynamo ein Innenpolgenerator.
Wird das Laufrad durch eine Feder an den Reifen gedrückt, so wird
es bei Bewegung des Rades in Umdrehungen versetzt. Damit rotiert der Permanentmagnet
vor den Spulen und führt zu einer Änderung des von den Spulen
umschlossenen Magnetfeldes. Nach dem Induktionsgesetz
wird dadurch in den Spulen eine Spannung induziert. Sie beträgt bei
einem Fahrraddynamo bei normaler Fahrt etwa 6 V, die elektrische Leistung
einige Watt. Das ist ausreichend, um den Scheinwerfer (meist Glühlampe
mit 2,4 Watt Leistung) und Rücklicht (ca. 1,5 W) mit elektrischer
Energie zu versorgen.
Bild 3 zeigt, wie das Magnetfeld des Permanentmagneten, der sich im Dynamo befindet, aussieht. Aus diesem Bild ist erkennbar, dass dieser Magnet nicht nur einen Nordpol und einen Südpol hat, sondern insgesamt 6 Pole. Diese Anordnung wird gewählt, um auch bei relativ geringer Drehzahl eine ausreichende Spannung in den Spulen zu induzieren.
Insgesamt wird in einem Fahrraddynamo mechanische Energie in elektrische
Energie umgewandelt. Diese Energie muss durch den Radfahrer mit aufgebracht
werden. Das bedeutet: Beim Fahren mit Licht muss eine etwas größere
Energie zum Bewegen des Fahrrades aufgewendet werden als beim Fahren ohne
Licht.
Bei vielen Fahrrädern wird heute auf einen Dynamo verzichtet und
stattdessen die Fahrradbeleuchtung mit Batterien betrieben. Das hat den
Vorteil, dass die Beleuchtung auch bei einem stehenden Fahrrad in Betrieb
ist.