

Generatoren dienen der Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische
Energie. Fast alle Generatoren arbeiten nach dem Rotationsprinzip,
ihr Antrieb erfolgt durch eine Drehbewegung. Physikalische Grundlage aller
Generatoren ist die elektromagnetische Induktion und das Induktionsgesetz.
Zur Induktion eines Stromes in einem Leiter kommt es, wenn der Leiter
entweder in einem Magnetfeld bewegt wird oder der Leiter in einem veränderlichen
Magnetfeld ruht. Beide Möglichkeiten für Induktionsvorgänge
werden in unterschiedlichen Generatortypen angewandt.
Außenpolmaschinen
weisen den Vorteil des einfachen Abgriffs der Induzierten Spannung nicht
auf. Bei ihnen rotiert im unveränderlichen Magnetfeld des Stators
eine Induktionsspule. Zur Felderzeugung muss der Stator an eine Gleichspannungsquelle
angeschlossen werden. Während der Drehbewegung ändert sich ständig
die Anzahl der Feldlinien, die die Spule durchsetzen. Daher wird in ihr
eine Spannung induziert - infolge der Rotation eine sinusförmige
Wechselspannung. Diese Spannung kann
über Schleifkontakte abgegriffen werden.
Gleichstromgeneratoren
Grundsätzlich eignet sich jeder Wechselstromgenerator auch als Gleichstromgenerator,
sofern er mit einer Zusatzeinrichtung ausgestattet ist, die den induzierten
Wechselstrom gleichrichtet. Viele Gleichstromgeneratoren sind allerdings
als Außenpolmaschinen gebaut. Bei ihnen werden die Schleifkontakte
zum Abgriff der Spannung aus zwei Halbschalen gebaut. Nach einer halben
Umdrehung erfolgt dadurch eine Umpolung, sodass der Rotor eine pulsierende
Gleichspannung abgibt, die anschließend geglättet werden kann.
Energieerhaltung und Selbstinduktion
Auf den ersten Blick könnte es scheinen, als ob Generatoren überhaupt
keine Energie abgeben: Schließlich muss man sie ja mit Gleichspannung
versorgen, damit sie eine Wechselspannung erzeugen. Allerdings ist die
von einem Generatoren gelieferte elektrische Energie weitaus größer,
als die elektrische Energie, die man für seinen Betrieb aufwenden
muss. Dieser Zuwachs an elektrischer Energie wird durch die am Generator
verrichtete mechanische Arbeit bewirkt.
Ein weiteres Problem ist mit dem Start eines Generators verknüpft.
Die Gleichspannung, die zum Betrieb eines Generators notwendig ist, wird
natürlich aus der im Generator selbst induzierten Wechselspannung
gewonnen. Wie kann ein Generator anlaufen, wenn doch vor seiner Inbetriebnahme
noch gar keine Gleichspannung für die Feldspule vorhanden ist?
Beim Start eines Generators besitzen immer einige Bauteile, natürlich
vor allem die Eisenkerne der Spulen, einen Restmagnetismus. Durch diesen
Restmagnetismus wird zunächst eine
kleine Spannung induziert, die ihrerseits nun allmählich eine stärkeres
Magnetfeld hervorruft, wodurch die Spannungsinduktion verstärkt wird.
Der Generator kommt von allein in Gang, er hat sich selbst erregt.