

Hohlspiegel sind Spiegel mit gekrümmten Flächen. Die wichtigsten Formen sind Kugelspiegel und Parabolspiegel. Bei einem Kugelspiegel ist die Spiegelfläche Teil einer Kugel. Man spricht deshalb auch von einem kugelförmigen Hohlspiegel. Beispielsweise haben Kosmetikspiegel (Bild 1) eine solche Form. Bei einem Parabolspiegel ist die Fläche die Innnenfläche eines Paraboloids Eine solche Fläche entsteht, wenn man eine Parabel rotieren lässt.
In Abhängigkeit von der Gegenstandsweite entstehen an solchen Spiegeln unterschiedliche Arten von Bildern. Wir betrachten nachfolgend kugelförmige Hohlspiegel und beschränken uns darüber hinaus auf achsennahe Strahlen.
Verlauf charakteristischer Strahlen
Um sich Bilder an Hohlspiegeln zu konstruieren, reicht es aus, den Verlauf
einiger charakteristischer Strahlen zu kennen (Bild 2). Für diese
Strahlen gilt:
In Bild 3 sind einige typische Fälle dargestellt. Aus der Übersicht ist erkennbar:
Will man Bilder an Parabolspiegeln konstruieren, so muss man für einzelne Strahlen das Reflexionsgesetz anwenden.
Anwendung von Hohlspiegeln
Kugelförmige Hohlspiegel mit geringer Krümmung und damit auch
mit relativ kleiner Vergrößerung nutzt man vor allem als Kosmetikspiegel
oder Rasierspiegel. Wenn
man sich in einem solchen Spiegel aus geringer Entfernung betrachtet,
so sieht man ein vergrößertes, aufrechtes und virtuelles Bild.
Man befindet sich somit innerhalb der einfachen Brennweite dieses Spiegels,
die meist mehr als 1 m beträgt.
Bei Spiegelteleskopen
setzt man Parabolspiegel ein, da es hier darauf ankommt, das weitgehend
parallele Licht von Sternen in einem kleinen Bereich zu sammeln.