Mithilfe von Induktionsschleifen (Bild 1) kann der Straßenverkehr überwacht werden. Häufig steuert man mit ihrer Hilfe Ampelanlagen. Die Funktionsweise von Induktionsschleifen beruht auf der elektromagnetischen Induktion.
Aufbau und Wirkungsweise
Die Induktionsschleife wird unmittelbar unter der Fahrbahn verlegt. Sie
kann permanent von Strom durchflossen werden und dann als Leiterschleife
wirken oder im Ausgangszustand auch stromlos sein.
Im ersten Fall erzeugt die Induktionsschleife ein schwaches Magnetfeld.
Bewegen sich PKW oder LKW durch dieses Magnetfeld hindurch, dann ändert
sich dessen Stärke. Da viele Bauteile eines Fahrzeuges aus Eisen
sind, verstärkt sich das Schleifenfeld. Das ist ähnlich wie
bei einer Spule, bei der sich das Magnetfeld ebenfalls verstärkt,
wenn man einen Eisenkern einbringt. Die Veränderung des Feldes induziert
einen kurzzeitigen Stromstoß in
der Leiterschleife, der nach entsprechender
Verstärkung als Steuerimpuls an Ampelanlagen oder Verkehrüberwachungsanlagen
weitergeleitet werden kann.
Relativ empfindlich muss die Stromstärkemessung in einer stromlosen
Induktionsschleife funktionieren. Bei dieser Variante nutzt man die Tatsache,
dass die meisten Fahrzeuge von einem schwachen Magnetfeld umgeben sind.
Dieses stammt z.B. aus der Lichtmaschine,
wo nach dem Generatorprinzip mithilfe eines Magnetfeldes Strom gewonnen
wird. Bewegt sich ein Fahrzeug relativ zur Induktionsschleife, dann induziert
das Magnetfeld des Fahrzeuges einen Stromfluss in der Schleife, der zu
Mess- und Steuerzwecken genutzt werden kann.