Entsprechend dem
allgemeinen
Leitungsmodell
müssen für einen elektrischen Leitungsvorgang zwei Voraussetzungen
erfüllt sein:
- Vorhandensein frei beweglicher (wanderungsfähiger) Ladungsträger:
Da im Vakuum keine Ladungsträger existieren, müssen sie durch
Emission (Glühemission,
Fotoemission) erzeugt werden.
Es stehen dann Elektronen
als wanderungsfähige Ladungsträger zur Verfügung.
- Existenz eines elektrischen Feldes: Das wird durch Anlegen einer elektrischen
Spannung erreicht.
Der Verlauf des elektrischen Leitungsvorganges in Gasen ist dadurch gekennzeichnet,
dass
- sich Elektronen im Vakuum gerichtet bewegen,
- die gerichtete Bewegung der Elektronen nicht behindert wird und sie
damit große Geschwindigkeiten erreichen,
- beim Auftreffen der Elektronen auf einen Leuchtschirm ihre kinetische
Energie in Licht umgewandelt wird.
Auftreten und Anwendung von Leitungsvorgängen
im Vakuum
Leitungsvorgänge im Vakuum werden bei verschiedenen elektronischen
Geräten und Anlagen angewendet. Beispiele dafür sind
Elektronenröhren,
Elektronenstrahlröhren,
Fernsehgeräte oder
Oszillografen.